Digital Life
12/27/2018

Musks Kinderschänder-Kommentare sind nur „Pausenhof-Zankerei“

Wenn man von Elon Musk mehrmals als pädophil bezeichnet wird, ist das doch halb so schlimm – sagen seine Anwälte.

Während der Rettungsaktion der Kinder, die in einer überfluteten Höhle in Thailand festsaßen, kam es zu einer unschönen Auseinandersetzung. Der britische Taucher Vern Unsworth, der dabei half Tauchexperten für die Rettung zu rekrutieren, nannte Musks Mini-U-Boot einen „PR Stunt“. Musk bezeichnete ihn daraufhin per Twitter als pädophil.

Danach löschte Musk den Tweet, nur um ihn später zu wiederholen und zu sagen, es sei doch seltsam, dass er von Unsworth deswegen nicht verklagt wurde. Er implizierte damit, dass sein Vorwurf korrekt sei. Später bezichtigte der Tesla-Chef Unsworth noch, eine „Kinder-Braut“ geheiratet zu haben. Unsworth reichte es daraufhin und er erhob Klage wegen Verleumdung.

Keine Fakten-Basis

Wie BBC jetzt berichtet, versuchen Musks Anwälte die Klage abzuwenden, indem sie alles herunterspielen. Laut den Anwälten waren Musks Aussagen „nicht-anfechtbare Meinungen“. Weil Musk nie Unsworth persönlich getroffen habe, würden die Aussagen auf keiner Fakten-Basis beruhen. Sie seien also nur „übertriebene Beleidigungen, die nicht auf Wissen aus erster Hand beruhen“.

Die Anwälte argumentieren weiter, dass dies nur eine „Pausenhof-Zankerei“ sei, die auf Twitter aufgeblasen wurde. Twitter sei laut den Anwälten berüchtigt für Beleidigungen und Übertreibungen, weshalb niemand ernsthaft geglaubt haben könnte, dass diese Kommentare der Wahrheit entsprechen.