Nahaufnahme des Gesichts einer Frau mit dunklen Haaren und braunen Augen.
© APA/AFP/NIKLAS HALLE'N
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Digital Life

Künstler-Roboter wurde von Behörden für Spion gehalten

Die ultra-realistische Ai-Da ist die erste robotische Künstlerin und wurde unlängst von den ägyptischen Behörden 10 Tage lang am Zoll festgehalten. Der Grund: Sie wurde für eine Spionin gehalten. Eigentlich hätte sie am vergangenen Donnerstag ihre Kunstwerke nahe der Cheops-Pyramide von Gizeh vorstellen sollen, wurde jedoch bis kurz vor der Eröffnung festgehalten. Aufgrund der Sicherheitsbedenken wäre die Ausstellung beinahe abgebrochen worden.

Der Oxforder Gallerist Aidan Meller ist Ai-Das menschlicher Macher. „Sie ist ein Künstler-Roboter – um das einmal klarzustellen. Sie ist keine Spionin. Menschen haben Angst vor Robotern, das verstehe ich. Aber die ganze Situation ist eine Ironie, weil das Ziel von Ai-Da jenes ist, den Missbrauch von technologischen Entwicklungen hervorzuheben und davor zu warnen. Jetzt wird sie wird festgehalten, weil sie eine Technologie ist. Ai-Da würde die Ironie schätzen, denke ich“, sagt er gegenüber The Guardian.

Ein humanoider Roboter mit rotem Kleid steht vor einem bunten Porträt und einem Spiegel.

Kameras in den Augen sorgen für Bedenken

10 Tage nach ihrer Einreise wurde Ai-Da schließlich wieder entlassen - nur wenige Stunden vor der Eröffnung. Grund für die Sicherheitsbedenken seien Meller zufolge die in Ai-Das Augen eingebauten Kameras, die sie für das Malen benötigt, sowie ihr Modem gewesen.

Nach Ägypten wurde Ai-Da in einem speziellen Koffer transportiert.  Ihr Name ist an jenem der Mathematikerin Ada Lovelace angelehnt – die Roboterfrau wurde 2019 fertiggestellt.

Zu ihren Kunstwerken zählt „the first self-portrait with no self“, das im Design Museum und im Victoria and Albert Museum ausgestellt wurde.

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