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So funktioniert's
12/13/2019

So entsorgt man Altgeräte richtig

Handys haben im Hausmüll nichts verloren. In Österreich gibt es ein dichtes Netz mit über 2.000 Sammelstellen.

von Patrick Dax

Können Geräte nicht mehr verwendet und auch nicht mehr repariert werden, müssen sie entsorgt werden. Für kaputte Smartphones, Tablets, Laptops und ausgemusterte Akkus gilt dabei gleichermaßen: Sie sollten wegen der enthaltenen Schadstoffe, aber auch wegen wiederverwertbarer Rohstoffe, auf gar keinen Fall im Haus- oder Restmüll und auch nicht in der Schublade landen. 

Altgeräte können unentgeltlich an Sammelstellen abgegeben werden. In Wien sind das die Mistplätze, in den Bundesländern heißen sie auch Recyclinghof oder Altstoffsammelzentrum. Österreichweit stehen mehr als 2000 solcher Sammelstellen zur Verfügung. Eine umfassende Liste findet sich unter elektro-ade.at.

Altgeräte können beim Kauf eines neuen Gerätes auch beim Händler retourniert werden. Geschäfte mit mehr als 150 Quadratmeter Ladenfläche sind zur kostenlose Rücknahme verpflichtet. Akkus und Batterien müssen unabhängig vom Neukauf oder von der Ladengröße von allen Geschäften zurückgenommen werden, die sie verkaufen.

Explosions- und Brandgefahr

Bei ausgedienten Lithium-Ionen-Akkus und Batterien sollten außerdem die Pole, wenn sie freiliegen, vor dem Entsorgen mit Isolierband abgeklebt werden, um Explosions- und Brandgefahr zu vermeiden. Wenn er leicht entnommen werden kann, sollte der Akku auch getrennt vom Gerät abgegeben werden.

In Altgeräten und ausgemusterten Akkus finden sich wertvolle Rohstoffe, die in neuen Geräten wiederverwendet werden können. Ein Handy enthält beispielsweise 30 Mal mehr Gold als eine Tonne Golderz. Von den Sammelstellen werden die Geräte an spezielle Verwertungsbetriebe weitergegeben, die Schadstoffe entfernen und entsorgen.  Sie kümmern sich auch um das Recycling der Rohstoffe.