Digital Life
04.11.2018

So viel verdienen YouTuber in Deutschland

YouTuber sind ein Phänomen und vor allem unter Teenagern beliebt. Wer erfolgreich ist, kann damit einiges an Geld verdienen.

Gaming, Schmink- und Beautytipps, Mode, Klatsch und Tratsch sind die Themen, die die erfolgreichsten YouTuber Deutschlands in ihre Fangemeinden tragen. Ob mit Absicht ins Leben gerufen oder einfach nur, weil aus dem extensiven Hobby durch Zufall ein lohnenswerter Channel entstanden ist, ist egal. Die jeweiligen Follower lieben ihre Kanäle. Jeder von ihnen fragt sich bestimmt auch: Was verdienen YouTuber eigentlich?

Laut einer aktuellen Auswertung der Kommunikationsberatung Faktenkontor sind die folgenden YouTube-Kanäle in Deutschland für ihre Betreiber am lukrativsten. Unter den Top Ten finden sich nicht überraschend auch bekannte Persönlichkeiten wie Bibi und Rammstein.

Die Top 10 der YouTube-Verdiener 2017

Platz 10: ConCrafter / LUCA – 348.319 Euro

Platz 9: Gronkh – 358.601 Euro

Platz 8: GermanLetsPlay – 368.427 Euro

Platz 7: Rammstein Official – 409.764 Euro

Platz 6: Entertainment Access – 422.504 Euro

Platz 5: The Voice Kids – 423.086 Euro

Platz 4: Mypassde – 491.239 Euro

Platz 3: Paluten – 492.774 Euro

Platz 2: BibisBeautyPalace – 513.534 Euro

Platz 1: Promiflash – 916.088 Euro

Wie verdient ein YouTuber Geld?

Voraussetzung, um überhaupt Einnahmen mit eigenen Videos zu generieren, ist die Teilnahme am sogenannten YouTube-Partnerprogramm. Bewerben kann sich jeder Kanal, der mindestens 10.000 öffentliche Aufrufe erreicht. Aber auch dann verspricht YouTube nur die "Überprüfung" der Aufnahme in das Partnerprogramm, eine Garantie gibt es also nicht.

Hat man es jedoch geschafft und wurde in das entsprechende Programm aufgenommen, stellt sich die Frage, wonach man eigentlich bezahlt wird. Kommt es auf die Anzahl der Subscriber, also der Abonnenten an? Spielen die Likes eine entscheidende Rolle?

Weder noch. Allerdings: Eine hohe Anzahl von Abonnenten wird sich sehr wahrscheinlich auf die Anzahl der Views auswirken. Gleiches gilt auch für die Likes. Wird ein Video positiv bewertet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch andere Menschen schauen und somit Views generieren.

YouTubes Währung: Views für Werbung

Und genau das ist die Währung, die für YouTube zählt. Die Stars des Portals werden bezahlt nach der Anzahl von Menschen, die die eingeblendete Werbung anschauen. Je mehr Menschen schauen, desto mehr verdient der YouTuber.

Reich wird man damit alleine aber noch nicht. Auch wenn die Google-Tochter selbst keine Zahlen veröffentlicht: In der Szene spricht man von ein bis zwei Euro – pro 1000 Videoaufrufe. Rechnet euch selbst aus, wie viele Views benötigt werden, um auf Einkünfte zu kommen, die zur Deckung der eigenen Lebenshaltungskosten ausreichen.

Dann noch: Amazons Affiliate-Links

Eine weitere Möglichkeit für YouTuber Geld zu verdienen, sind sogenannte Affiliatelinks. Diese Links werden von den Vloggern in die Beschreibung des Videos gepostet. Klickt ein Zuschauer auf diesen Link, wird er beispielsweise direkt auf die passende Produktseite bei Amazon weitergeleitet. Wird der Artikel dann auch noch bestellt, klingelt es in der Kasse des YouTubers. Verlässliche Zahlen zu den Verdienstmöglichkeiten auf diesem Weg gibt es nicht.

Filmt man Videos, die sich thematisch zum Beispiel im Bereich Unterhaltungselektronik bewegen, bietet sich erfolgreichen Vloggern oftmals die Möglichkeit von Sponsored Posts. Firmen wie Samsung, Sony oder Huawei bezahlen die YouTuber dann für die Präsentation des Produktes. Das kann eines der beliebten Unboxing-Videos oder eine Review sein.

Geld außerhalb von YouTube verdienen

Die ganz großen Stars der Szene generieren den Großteil ihres Verdienstes ohnehin außerhalb der Videoplattform, als Werbepartner, Buchautor oder Speaker auf Konferenzen. Auch außerhalb der Vloggersphäre nehmen die erfolgreichsten Vertreter damit einiges ein.

Wenn du nun auf den Geschmack gekommen bist und wissen möchtest, was du als YouTuber verdienen kannst: Hier hast du die Möglichkeit, selbst auszurechnen, was mit deinem YouTube-Kanal an Einnahmen möglich wäre.

 

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.de