Digital Life
04.12.2014

Sony-Hack: Nordkorea dementiert Beteiligung

Ein Sprecher der nordkoreanischen Regierung stellt eine Beteiligung des Landes am Cyberangriff auf Sony Pictures in Abrede. Unterdessen tauchten Mitarbeiterdaten im Netz auf.

Ein nordkoreanischer Diplomat dementierte gegenüber Voice of America, dass das Land etwas mit dem Cyberangriff auf das Hollywood-Studio Sony Pictures zu tun habe. Zwei Tage zuvor ließ ein Sprecher der nordkoreanischen Regierung eine Beteiligung seines Landes an dem Angriff, der die Server des Studios tagelang lahmlegte, noch offen.

Film verärgert Regierung

Das Land hatte den Sony-Film „The Interview“ scharf kritisiert, in dem TV-Journalisten ein Interview mit Machthaber Kim Jong Un bekommen und beauftragt werden, ihn zu töten. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch, in dem Schadprogramm der Angreifer sei ein Text auf Koreanisch gefunden worden. Außerdem gebe es Ähnlichkeiten zu einer Attacke auf südkoreanische Banken und Medien im Mai 2013, hieß es unter Berufung auf Ermittlungskreise.

Mitarbeiterdaten im Netz

Nachdem bereits vergangene Woche unveröffentlichte Filme des Studios im Netz auftauchten, landeten nun auch Gehaltslisten und persönliche Daten von Mitarbeitern im Internet. So bekam ein Reporter des Online-Dienstes „Fusion“ eine Liste mit Informationen zu 3800 Mitarbeitern zu sehen. Der IT-Experte Brian Krebs fand ein Papier mit 6800 Namen aktueller und früherer Beschäftigter. Sony Pictures hat insgesamt rund 6600 Mitarbeiter.