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Kritik Steve Wozniak: „Tesla hat uns betrogen“.

Foto: ap
Laut dem Apple-Mitgründer gibt es "viel zu viel Hype um Tesla" und der US-Konzern habe seine Kunden mit dem Autopilot-Feature getäuscht.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak dürfte wohl kein Fan von Tesla mehr sein. Das geht zumindest aus einem CNBC-Interview hervor. Ihm zufolge gibt es „viel zu viel Hype um Tesla“ und „wenn sie sagen, dass etwas passieren wird, würde ich nicht darauf wetten.“ Der 67-Jährige geht mit Tesla hart ins Gericht, obwohl er sich erst vor wenigen Monaten noch geradezu überschwänglich positiv über das Unternehmen äußerte. Im Mai lobte er noch die Risikobereitschaft von Elon Musk und sagte, das „nächste große Tech-Ding“ werde von Tesla kommen.

Kritik an dummen Teslas

Wozniak besitzt selbst mehrere Elektroautos, neben einem Chevy Bolt offenbar auch zwei Model S. Diese haben ihn aber, obwohl er regelmäßig begeistert Fotos von Besuchen beim Supercharger postet, offenbar nicht sonderlich überzeugt. „Beim Fahren mit meinem Tesla bin ich immer wieder in ungewöhnliche Situationen gekommen, die jeder Mensch, egal ob dumm oder klug, schaffen könnte, der Tesla aber nicht“, erklärt Wozniak.

Insbesondere die Bezeichnung Autopilot missfällt Wozniak offenbar. „Tesla hat den Leuten eingeredet, dass ihre Fahrzeuge komplett selbstständig fahren können. Das ist so weit von der Wirklichkeit entfernt, dass Tesla uns einfach betrogen hat“, sagt Wozniak. Auch die chinesischen Behörden ermittelten bereits gegen Tesla wegen irreführender Werbung, weil man ebendiesen Eindruck mit dem Autopilot erweckt haben soll. 

Hinter Volvo und Audi

„Manchmal sind Teslas gefährlich wegen der Technologie, die sie Autopilot nennen. Man denkt sich ‚Oh, das ist angenehm, ich kann rüber greifen und für ein paar Sekunden nicht auf die Straße schauen‘ und das ist der Moment, in dem man die Spur überquert“, sagt Wozniak. Er sehe diese Technologien aber dennoch als hilfreich an und glaubt, dass diese mehr Leben retten werden. Tesla sei im Wettrennen aber „in vielerlei Hinsicht hinter Firmen wie Volvo und Audi“.

(futurezone) Erstellt am 26.10.2017, 10:36

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