Digital Life
04/10/2019

Tesla bestätigt: Unfälle mit Autopilot häufen sich

Laut dem US-Konzern sei es aber weiterhin deutlich sicherer, mit dem Autopilot-Feature unterwegs zu sein als ohne.

Tesla-Fahrzeuge mit aktivem Autopilot waren im ersten Quartal 2019 häufiger in Unfälle verwickelt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das geht aus Teslas hauseigenem Sicherheitsbericht hervor, der nun veröffentlicht wurde. Demnach verzeichnete man alle 2,87 Millionen gefahrenen Meilen mit dem Autopilot-Assistenten einen Unfall. Im vierten Quartal 2018 lag diese Marke noch bei 2,91 Millionen Meilen. Details zu den Zahlen nannte Tesla nicht, der US-Hersteller veröffentlichte erst zum dritten Mal einen Sicherheitsbericht.

Trotz des geringfügigen Anstiegs sei eine Fahrt mit dem Autopilot-Assistenten aber weiterhin sicherer als ohne die Funktion. Jene Tesla-Fahrer, die ohne Autopilot unterwegs waren, verzeichneten alle 1,76 Millionen Meilen einen Unfall. Diese Zahl stieg ebenfalls im Vergleich zum Zeitraum davor, als es noch 1,58 Millionen Meilen waren. Tesla hebt ebenfalls hervor, dass man damit deutlich über dem US-Durchschnitt liegt, der von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), der US-Behörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, erhoben wird. Dieser liegt bei einem Unfall alle 436.000 Meilen.

"Irreführender" Autopilot

Teslas Autopilot-Funktionen stehen immer wieder in der Kritik, weil der Name der Software-Features den Eindruck erwecken würde, das Fahrzeug könne vollkommen selbstständig unterwegs sein. Auch wenn das Tesla nach eigenen Angaben für die Zukunft plant, derzeit können die Elektroautos lediglich Funktionen der SAE-Autonomiestufe 2 bieten – ein Fahrassistenzsystem, der Fahrer muss aber weiterhin die Kontrolle behalten. Mit Level 3 könnte der Fahrer die meisten Funktionen an das System übergeben, lediglich in Ausnahmesituationen müsste man eingreifen. Level 5 würde volle Automatisierung darstellen.

In China musste man bereits 2016 die Art und Weise, wie man die Autopilot-Funktionen bewirbt, anpassen, da dem US-Konzern irreführende Werbung vorgeworfen wurde. Auch hierzulande sind nun in den Produktbeschreibungen deutlichere Angaben zu finden, wozu das Fahrzeug derzeit in der Lage ist – und wozu es künftig in der Lage sein soll. Tesla-CEO Elon Musk verspricht etwa Level-5-Autonomie sowie die Möglichkeit, das eigene Fahrzeug für Ridesharing-Dienste anzubieten. Das bedeutet, das Fahrzeug soll, wenn es nicht genutzt wird, Dritten zur Miete angeboten werden und diese selbstständig zum angegebenen Ziel transportieren.