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© APA/AFP/MANDEL NGAN / MANDEL NGAN

Digital Life
10/20/2020

Trump: IQ von 197 nötig, um Passwort zu hacken

Am Montag hat US-Präsident seine abstruse Einschätzung zur IT-Sicherheit zum Besten gegeben.

US-Präsident Donald Trump hat einmal mehr mit absurden Aussagen von sich reden gemacht. Bei einem Wahlkampfauftritt in Arizona teilte er der Menge seine zweifelhafte Expertise bezüglich angeblicher Passwort-Sicherheit mit. "Niemand wird gehackt. Um gehackt zu werden, braucht man jemanden mit einem IQ von 197 und er braucht etwa 15 Prozent deines Passworts", lautet die verblüffende Erklärung, warum ein Passwort-Klau oder das Hacken einer Datenbank praktisch unmöglich sei.

Trump wurde selber gehackt

Dass niemand gehackt werden kann, ist natürlich typisches Trump-Geschwätz, zumal der US-Präsident aus erster Hand wissen müsste, wie schnell es gehen kann. So gelang es niederländischen Hackern im Jahr 2016 mithilfe einer geleakten, alten Passwort-Datenbank zu erraten, dass Trumps ehemaliges Linkedin-Passwort "yourefired" vom damaligen Präsidentschaftskandidaten auch auf Twitter verwendet wurde. Die Sicherheitsexperten kamen folglich ohne Probleme in Trumps Twitter-Account, verständigten aber sein Team darüber.

In einer Anspielung an diese Episode twitterte ein User etwa: "Man braucht nicht 15 Prozent des Passworts zu wissen, wenn das Passwort yourefired lautet. Auch brauche man keinen IQ von 197, um zu wissen, dass man nicht das gleiche Passwort auf verschiedenen Accounts verwenden solle.

Auch Trumps Hotelkette mehrfach gehackt

Andere Medien, wie der Techblog Techcrunch, wiesen in Reaktion auf den Wahlkampauftritt darauf hin, dass Trumps eigene Hotelkette bereits zwei Mal und über einen jahrelangen Zeitraum gehackt wurde. Im ersten Fall wurden Hotelbesuchern durch die Lücke Kreditkartendaten gestohlen. Im zweiten Fall soll ein externer Dienstleister betroffen gewesen sein - einmal mehr wurden Namen, E-Mails und Telefonnummern von Trumps Hotelgästen gestohlen.

Hintergrund der Bemerkungen war eine Kontroverse um einen US-TV-Moderator, der einen flapsigen Tweet über Trump ursprünglich auf eine Hackerattacke zurückführte, nun aber zugeben musste, dass er die Erklärung mit dem Hack nur erfunden hatte.

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