Digital Life
14.03.2018

US-Beamte filzen an Flughäfen Handys und Laptops willkürlich

Datenschützer schlagen in den USA Alarm. Immer öfter werden elektronische Geräte sogar auf Inlandsflügen eingesammelt.

Wer mit elektronischen Geräten ins Ausland - vor allem die USA - reist, muss damit rechnen, dass die Behörden vor Ort einen Blick aufs Handy oder den mitgebrachten Laptop werfen wollen. Was im internationalen Reiseverkehr längst für - auch rechtliche - Diskussionen sorgt, holt nun offenbar auch US-Bürger auf Inlandsflügen ein. Wie die US-Menschenrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) kritisiert, würden sich Vorfälle häufen, bei denen an US-Flughäfen auch bei reinen Inlandsflügen ohne ersichtlichen Grund bzw. ohne Ermächtigung auf Smartphones und Notebooks zugegriffen werde. Mehrere Personen haben sich diesbezüglich an die Organisation gewandt.

Persönliche Daten

Da die Transportation Security Administration (TSA), die für Security- und Personen-Checks auf Flughäfen verantwortlich ist, jegliche Einsicht in Dokumentationen verweigert, ist sie nun von der Organisation verklagt worden. Im Rahmen der Klage soll geklärt werden, nach welchen Kriterien bei solchen Checks vorgegangen wird bzw. worin die Anweisungen und Kompetenzen der Beamten bestehen. "Das Durchsuchen eines elektronisches Gerät hat das Potenzial, die Privatsphäre zu verletzen und die persönlichsten Details einer Person preiszugeben", kritisiert die ACLU.

Die Organisation befürchtet, dass US-Behörden verstärkt Personen bzw. deren Geräte nicht mehr aufgrund von tatsächlichen Verdachtsmomenten, sondern willkürlich und ohne rechtliche Genehmigung durchsucht. Die TSA hat die Kritik zurückgewiesen und bestreitet, elektronische Geräte zu durchsuchen.