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Digital Life
01/28/2020

Video zeigt, wie Airbus-Passagiermaschine selbständig abhebt

Ein Airbus A350 ist zu Testzwecken vollständig automatisch gestartet. Demnächst soll auch eine autonome Landung getestet werden.

Bei all der Technik, die in Flugzeugen steckt, kann die Frage auftreten: "Was machen Piloten eigentlich noch selber?". Auch, wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht danach aussieht, aber gerade bei Starts und Landungen sind die Piloten mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten unersetzlich. Aber wie lange noch?

Wie Airbus in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, ist nun erstmals eine Passagiermaschine zu Testzwecken vollständig autonom gestartet. Dabei haben die Piloten den A350-1000 zur Startbahn manövriert und dort ausgerichtet. "Anschließend haben wir den Autopiloten aktiviert", sagt Airbus-Testpilot Kapitän Yann Beaufils. Nach der Freigabe durch den Tower hat sich das Flugzeug selbständig in Bewegung gesetzt, so der Pilot.

Nächster Schritt: Automatische Landung

"Beim Beschleunigen behielt die Maschine die Mittellinie der Piste automatisch bei. "Bei der von uns vor berechneten und eingegeben Rotationsgeschwindigkeit hob sich die Nase des Flugzeugs automatisch an, um die entsprechende Startneigung zu erreichen. Einige Sekunden später waren wir in der Luft", sagt Beaufils. Insgesamt wurden acht solche automatische Starts erfolgreich durchgeführt.

Anders als bei einer Instrumentenlandung mit dem gängigen ILS (Instrument Landing System) orientierte sich die Airbus-Maschine mithilfe von Bilderkennungsalgorithmen. Diese Technologie bezeichnet der europäische Flugzeughersteller als Autonomous Taxi, Take-Off & Landing (ATTOL). Wie der Name schon darauf schließen lässt, will Airbus als nächsten Schritt die Maschine selbständig zur Startbahn rollen lassen. Auch eine automatische Landung mittels ATTOL soll noch Mitte des Jahres getestet werden.

Software soll keine Piloten ersetzen

Neue Technologien wie ATTOL soll nicht dazu verwendet werden, Piloten zu ersetzen, betont Airbus in der Presseaussendung. In erster Linie gehe es darum die Piloten zu unterstützen und den Luftverkehr noch sicherer zu machen, heißt es.