Digital Life
16.08.2017

VW: Rasches Verbot von Verbrennungsmotoren nicht realistisch

Ein Verbot von Verbrennungsmotoren lässt sich nach Ansicht von Volkswagen nicht so schnell umsetzen wie in der Politik diskutiert wird.

„Einen raschen, kompletten Umstieg aller Kunden von den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu elektrischen Autos wird es nicht geben“, sagte VW-Markenchef Herbert Diess der Zeitschrift „auto, motor und sport“. Zuerst müsse eine ausreichende Infrastruktur und eine leistungsfähige Batterieproduktion aufgebaut werden. Wichtig sei, dass die Elektromobilität insgesamt an Dynamik gewinne.

Diskussion über Verbote

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte jüngst ein Verbot neuer Dieselautos auf lange Sicht als sinnvolles Mittel bezeichnet. Sie nannte aber keine präzise Jahreszahl. In Großbritannien soll der Verkauf neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge ab 2040 untersagt werden. In Deutschland fordern die Grünen, ab 2030 keine Verbrenner mehr zuzulassen. Der österreichische Verkehrsminister Jörg Leichtfried sprach sich gegen ein Verbot aus, will aber mit Anreizen und Förderungen erreichen, dass ab 2030 keine Autos mehr angemeldet werden, die Abgase erzeugen.

Eine Million E-Autos bis 2025

VW will den Absatz von Elektroautos bis 2025 auf eine Million im Jahr steigern. Auf dieses Niveau soll der Absatz ab 2020, dem Startjahr der angekündigten Elektro-Offensive, zügig hochgefahren werden. Auch andere Hersteller investieren massiv in die E-Mobilität. VW hat dem Elektroautobauer Tesla den Kampf angesagt und will seine batteriebetriebenen Fahrzeuge günstiger anbieten als der US-Konkurrent.