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Digital Life
03/31/2020

Was die Österreicher zu Gesichtsmasken googlen

Die Österreicher haben nach Einführung der Maskenpflicht im Supermarkt viele Fragen. Wir haben von Google erfahren, wonach am häufigsten gesucht wurde.

von Franziska Bechtold

Ab dem morgigen Mittwoch, 1. April, müssen Kunden in österreichischen Supermärkten einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen. Allerdings sind für viele Menschen noch nicht alle Fragen zum Tragen eines MNS geklärt. So gibt es noch Unsicherheit darüber, welche die richtige Schutzmaske ist und wo man solche Masken kaufen kann.

Die futurezone bei Google nachgefragt, welche Suchanfragen die Österreicher in Bezug auf den Mundschutz stellen. Dabei zeigt sich, dass das Suchinteresse nach Schutzmasken rasant gestiegen ist. So stiegen die Suchanfragen nach "Mundschutz nähen Anleitung" um 3.500 Prozent und die Suche nach "Schutzmasken Schnittmuster" erhöhte sich um 3.000 Prozent.

Bis auf eine Frage - "Warum hast du eine Maske auf?" - betreffen die Suchbegriffe medizinische Schutzmasken. Ob diese eine Frage auf ein beliebtes Meme anspielt oder ernst gemeint ist, lässt sich aus der Frage nicht eindeutig schließen. 

Hier die Top-10-Fragen der Österreicher auf Google zu Gesichtsmasken:

1.     Wo kann man Masken kaufen?

2.     Warum hast du eine Maske auf?

3.     Wie lange sind FFP3-Masken verwendbar?

4.     Wie oft darf man Masken anwenden?

5.     Wie lange kann ich eine FFP3-Maske tragen?

6.     Wo in Wien kann man Masken kaufen?

7.     Wo muss man Masken tragen?

8.     Ab wann gibt gratis Corona-Masken?

9.     Wer zahlt die Masken?

10.  Wer näht Masken?

MNS sind schwer zu bekommen

Die meisten Fragen machen ein großes Problem deutlich: Der Mund-Nasen-Schutz ist derzeit überall ausverkauft. Bundeskanzler Sebastian Kurz betonte, man habe eine ausreichende Menge bestellt. Diese Masken würden vorerst für den Einsatz in Supermärkten reichen. Im Internet, beispielsweise bei Amazon, werden immer wieder Masken zu Wucherpreisen angeboten. Dabei sind sie höchstens ein paar Cent pro Stück wert. Häufig haben sie noch dazu keine CE-Zertifizierung, mit der Produkte in Europa für ihren jeweiligen Fachbereich zugelassen werden.

Aufgrund der Knappheit greifen viele Menschen zu selbstgemachten Masken. Diese sollten bei 60 bis 90 Grad waschbar sein und aus 3 Lagen bestehen, raten Experten.

Unklarheit herrscht auch darüber, wie lange und wie häufig der Mundschutz verwendet werden darf. Hier empfehlen Experten, den Schutz spätestens dann zu entsorgen, wenn er durchnässt ist. Das ist nach etwa 2 bis 4 Stunden der Fall.

Information aus sicheren Quellen

Die FFP3-Masken, nach denen einige Österreicher suchen, sind vor allem für medizinisches Personal vorgesehen. Sie können deutlich länger als ein einfacher MNS getragen werden. Diese Halbmasken haben einen Partikelfilter und sollen Mitarbeiter im Krankenhaus vor einer Infektion schützen. Der Mund-Nasen-Schutz sorgt hingegen dafür, dass keine Tröpfchen, etwa beim Niesen oder Husten, vom Träger auf andere Personen übertragen werden. Er reicht für den Gebrauch im Alltag aus.

Wer sich im Internet informiert, sollte darauf achten, auf sichere Quellen zurückzugreifen. Auf Social-Media-Plattformen und über Nachrichtendienste wie WhatsApp werden derzeit zahlreiche Falschmeldungen verbreitet. Die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) informiert auf ihrer Webseite umfangreich über das Coronavirus. Das Sozialministerium listet auf seiner Webseite die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung auf. Darüber hinaus kann man sich auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts und der Weltgesundheitsorganisation WHO informieren.