Digital Life
02.07.2018

Was es mit dem Welt-UFO-Tag auf sich hat

© Bild: National Archive

Am Jahrestag des Roswell-Vorfalls soll man sich über Besucher aus dem All Gedanken machen. Wie genau, dazu gibt es konkrete Tipps.

Gibt es außerirdisches Leben oder nicht? Existieren UFO oder nicht? Diese Thematik fasziniert die Menschheit seit jeher. Doch wie ist die genaue Geschichte dazu? Wann wurde zum ersten Mal ein fremdes Objekt am Himmel erkannt? Wir nehmen uns den internationalen Welt-UFO-Tag am 2. Juli zum Anlass, diese Fragen zu beantworten.

Die Abkürzung UFO steht für unidentifiziertes oder unbekanntes Flugobjekt. Bereits im Mittelalter gab es erste Diskussionen über ungewöhnliche Objekte über der Erde. Der Mythos UFO beginnt allerdings erst im 20. Jahrhundert, genauer gesagt am 24. Juni 1947. Damals behauptete der amerikanische Hobbypilot Kenneth Arnold, mehrere unbekannte Flugobjekte am Himmel gesichtet zu haben. Erst durch seine Aussagen erlangte der UFO-Mythos ein gesteigertes Medieninteresse.

Roswell

Die bekannteste Theorie zum außerirdischen Leben geht auf den Roswell-Zwischenfall zurück. Laut verschiedenen Presseberichten aus dem Juli 1947, meldete das US-amerikanische Militär den Fund eines abgestürzten Flugobjekts. Das US-amerikanische Militär gab jedoch noch am selben Tag an, dass die gefundenen Trümmer zu einem abgestürzten Wetterballon mit einem Radarreflektor gehörten.

Trotzdem entwickelten sich schnell Gerüchte, dass es sich bei dem abgestürzten Objekt um ein UFO handelte. Denn viele Augenzeugen berichteten, dass sie am 2. Juli 1947 ein unbekanntes Objekt am Himmel gesehen hätten. Das Objekt am Himmel soll Ähnlichkeiten mit einer Untertasse gehabt haben. Deshalb sprechen wir heutzutage umgangssprachlich auch oft von "fliegenden Untertassen".

Geheimdienst-Geheimnisse

Anschließend geriet der Unfall schnell wieder in Vergessenheit. Erst 1980 gewann der Vorfall durch das Buch "The Roswell Incident" wieder an Bedeutung. Darin beschreiben die amerikanischen Autoren Charles Berlitz und William L. Moore die Legende aus Roswell noch einmal genauer. Der Vorfall wurde weltweit bekannt.

Seit diesem Zeitpunkt verbindet man mit dem Roswell-Zwischenfall zahlreiche Verschwörungstheorien. Zum Beispiel die, laut der die amerikanische Regierung damals ein außerirdisches Raumschiff mit Aliens entdeckt hätte und ihre Existenz der Bevölkerung vorenthielte. Im Jänner 2017 veröffentlichte der US-Geheimdienst CIA eine riesige Menge bisher geheimgehaltener Akten in elektronischer Form. In dem 800.000 Dateien umfassenden Archiv finden sich auch Berichte über UFO-Sichtungen.

Gründung des Welt-UFO-Tages

Das Buch "The Roswell Incident" nahm die World UFO Day Organization (WUFODO) im Jahr 2011 zum Anlass, einen offiziellen Welt-UFO Tag einzuführen und ihn auf den 2. Juli zu datieren.

Auch heute noch begeistert das Thema die Menschheit. Beispielsweise glaubten einige Menschen an den Besuch von Aliens bei der Fußball-WM. Und in China hielten Anwohner ein Teil einer Mondrakete für ein außerirdisches Objekt. Die Diskussionen zum Thema UFO halten weiter an.

Diskutieren und Filme schauen

Anlässlich des Welt-UFO-Tages sollte man jedenfalls mit Freunden über UFOs und die Möglichkeit von intelligentem außerirdischem Leben diskutieren, am besten im Rahmen einer Party, schlägt die WUFODO vor. Bei einer solchen Party könnte man gemeinsam den Himmel beobachten und möglicherweise zufällig auftauchende UFOs dokumentieren. Man könnte auch gemeinsam Modell-UFOs basteln, etwa aus Frisbee-Scheiben, schlägt die Organisation vor.

Der Welt-UFO-Tag biete außerdem eine wunderbare Gelegenheit, um Alien- und UFO-Filme anzusehen. Die Webseite Ranker.com hat dazu eine Bestenliste zusammengestellt. Fixpunkte sind etwa "Unheimliche Begegnung der Dritten Art" (1977), "Alien" (1979), "E.T." (1982), "Independence Day" (1996), "Contact" (1997), "District 9" (2009) oder "Arrival" (2016).

 

Dieser Artikel erschien in kürzerer Version auf futurezone.de.