Games
07.12.2018

A1 eröffnet ersten eSports Hub in Wien

In den Räumlichkeiten im 18. Bezirk können Teams und Vereine zocken, streamen oder einfach nur abhängen.

Die eSports-Szene soll in Österreich wortwörtlich heimisch werden. In zwei A1 eSports Hubs, einem in Wien und einem in Dornbirn (Eröffnung Anfang des nächsten Jahres), sollen sich Vereine und Communities künftig treffen, miteinander und gegeneinander zocken, streamen und Spiele analysieren können. Vor Ort stehen dafür High-End Alienware-Computer, Streaming-Equipment und ein High-Speed Internet-Anschluss mit extra kurzer Latenzzeit zur Verfügung.

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Das Projekt ist im Rahmen des A1-Entrepreneurship-Programms, einem Think-Tank entstanden, erzählt Andreas Berlinger, der gemeinsam mit Peter Schafflechner die eSports Hubs erfunden und aufgebaut hat. Das Ziel: eSports zu professionalisieren und lokale Communities zusammenzubringen, die bisher nur über die Weiten des World-Wide-Webs verbunden waren. Dafür werden bestehende A1-Technik- und Infrastruktur-Gebäude genutzt, die dank der Digitalisierung oft über zahlreiche leerstehende Flächen verfügen.

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Erster eSport Hub in Wien

Die heutige Eröffnung des A1 eSports Hubs "S64" in der Schöffelgasse 64, im 18. Bezirk in Wien, stand ganz im Zeichen des neuen Super Smash Bros. Ultimate. Der Release des Spiels ist mit einem Turnier gefeiert worden, das via Twitch auch auf dem Kanal von „Luigikid“ aka René Wurzer übertragen wurde. Seine knapp 500.000 Abonnenten unterhält er zumeist mit Nintendo Let’s-Play-Videos. Im futurezone-Interview redet der Wiener über die neuen eSports-Hubs, seine Lieblingsgames und gibt Tipps für angehende Streamer.

futurezone: Was hältst du vom neuen A1 eSports Hub?
René Wurzer: Finde ich persönlich sehr gut, dass die eSports Szene auch in Österreich immer größer wird, da kommt der A1 eSports Hub wie gerufen.

Inwiefern glaubst du, wird es Bewegung in die Österreichische Gaming-Szene bringen?
Immer mehr Firmen sehen das Potential im Österreichischen eSports! Auch wenn wir noch etwas hinten nach sind, sehe ich hier in Österreich eine sehr rosige Zukunft! Jetzt ist es der ideale Zeitpunkt um mit einzusteigen, da es jetzt noch überschaubarer ist.

Für wie wichtig hältst du es, sich mit anderen Spielern auszutauschen und ihnen beim Zocken auch hin und wieder persönlich gegenüber zu sitzen?
Es ist wichtig, sich mit anderen Spielern, die vielleicht auch mehr Erfahrungen haben, auszutauschen, sich Tipps von ihnen geben zu lassen, oder auch Mal gegen bessere Leute zu spielen, um seine eignen Stärken und Schwächen zu erkennen.

Welches ist aktuell dein Lieblings-Game, welches wollen deine Follower am liebsten sehen?
Die Super-Smash-Bros-Reihe ist schon seit Smash 64 einer meiner absoluten Favoriten. Jetzt, da auch endlich Super Smash Bros Ultimate im Handel ist, brennt meine Community darauf, mit mir oder gegen mich zu spielen.

Welche Tipps hast du für angehende Streamer?
Aller Anfang ist schwer. Man muss sehr viel Ausdauer, Zeit und auch Geld für ein gutes Gaming Setup haben, um größer zu werden. Aber am aller wichtigsten ist auf jedenfall auch der Spaß am Spielen. Ohne Spaß und Freude daran würde es nur wenig Sinn machen, ein(e) StreamerIn werden zu wollen.

Mit welchen Spielen vertreibt man sich am besten die Weihnachtszeit?
Wie bereits gesagt, vertreibe ich mir die Zeit mit Smash Bros Ultimate. Just Cause 4 ist auch für die einen oder anderen Lacher ein tolles Spiel. Und wen ich Bock auf Battle Royale habe, zocke ich immer noch gerne Black Ops 4 mit meinen Kumpels.

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eSports Hub steht für Events, Tournaments und Workshops offen

Das Team Private Esports zieht für die nächste Zeit als erstes ins Wiener Hub ein, am liebsten wäre man hier für das ganze nächste Jahr heimisch, sagen die Teamleiter Christian Österreicher und Enrico Jacono. Ihr Ziel ist es, eine breite Masse an eSportlern aufzubauen, so verfügt man bereits über fünf heimische Counter-Strike-Teams. Den Standort wird man aber nicht nur als Trainings-Zentrale, sondern auch für Bootcamps und Scouting-Events nutzen und vor allem viel streamen.

Gemeinsam mit A1 will man den eSport in Österreich aber auch die Hubs weiter ausbauen. So sollen diese nach und nach in allen Bundesländern entstehen. Die Räumlichkeiten stehen gegen einen geringen Beitrag, der gerade die Strom- und Reinigungskosten decken soll, aber auch anderen Communities und Vereinen für Events und Tournaments, aber auch eSport-fremden Unternehmen, etwa für Teambuilding-Veranstaltungen zur Verfügung. Diesbezügliche Anfragen können direkt per Mail an A1 gestellt werden.

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