Grandfather and grandson are playing video games at home.
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Games

Studie: 1,3 Millionen Österreicher über 50 sind Gamer

In der Pandemie griffen immer mehr Menschen aus allen Altersgruppen zu Videospielen, um sich die Zeit zu vertreiben. Insgesamt spielen 5,3 Millionen Österreicher*innen, einen Anstieg gab es vor allem in der Altersgruppe 40-49 und bei den über 50-Jährigen. 2017 spielten in letzterer Gruppe noch 1 Million Personen, 2021 wuchs diese Zahl auf 1,3 Millionen.

Das Durchschnittsalter der Gamer*innen liegt bei 36 Jahren. Das zeigt nun eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Gfk im Auftrag des Österreichischen Verband für Unterhaltungssoftware (ÖVUS)Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist mit 52 zu 48 Prozent ausgeglichen. 

Die neuen Zahlen zeigen auch einen deutlichen Anstieg der Spieldauer. 2017 wurden durchschnittlich noch 10,3 Stunden pro Woche gespielt, 2019 waren es 11,5 und 2021 stieg der Wert auf 12,9 Stunden an. 2,5 Millionen (32 Prozent) spielen fast täglich, 1,5 Millionen (19 Prozent) spielen mehrmals pro Woche. 

Gaming hebt die Stimmung

Erstmals wurden von den insgesamt 3.008 Teilnehmer*innen der Online-Befragung auch Informationen zur Bedeutung vom Spielen während der Pandemie eingeholt. "Uns freut, dass 35 Prozent der Menschen gesagt haben, dass Videospiele ihre Stimmung aufgehellt haben", sagt ÖVUS-Präsident Niki Laber bei einer Pressekonferenz.  

45 Prozent der Befragten gaben an, während der Pandemie mehr Zeit fürs Spielen gehabt zu haben, 42 Prozent fanden in Games eine Ablenkung vom Alltag und 25 Prozent spielten online gemeinsam mit Freund*innen, die sie physisch nicht treffen konnten. "Diese Ergebnisse unterstreichen, dass Videospiele nicht bloß Unterhaltung sind, sondern einen konkreten und positiven Impakt auf die Menschen haben", zeigt sich Laber erfreut. Immerhin 14 Prozent der Befragten haben in der Pandemie das erste Mal gespielt. 

Konsolen werden beliebter

Das erscheinen der neuen Konsolengeneration scheint sich insgesamt positiv auf die Beliebtheit von PlayStation, Xbox und Nintendo Switch ausgewirkt zu haben. Sie konnten aufholen, auch wenn das Smartphone mit 43 Prozent weiterhin ungeschlagen Platz 1 der beliebtesten Spielemedien besetzt - das entspricht 3,4 Millionen Österreicher*innen.

Das Smartphone gewinnt vor allem bei Spieler*innen über 40 an Beliebtheit. 2017 lagen Konsolen bei 20 Prozent, nun sind sie mit 28 Prozent (2,2 Millionen Menschen) auf Platz 2 geklettert. Der PC landet mit 26 Prozent (2 Millionen Menschen) auf Platz 3. Er ist bei Menschen über 50 das zweitstärkste Spielemedium.

Digitale Käufe legen stark zu

Einen ganz deutlichen Wechsel sieht man beim Kauf von Computerspielen. 2019 griffen noch 45 Prozent der Menschen, die Videospiele kaufen, zu physischen Spielen. Die Datenträger lassen sich schöner verschenken und können auch weiterverkauft werden. 2021 sank diese Zahl aber auf 39 Prozent, während 46 Prozent lieber digital einkaufen. Hier lag der Wert 2019 noch bei 40 Prozent.

Eine Interpretationsmöglichkeit ist auch hier die Pandemie: Während die Geschäfte immer wieder geschlossen blieben, waren viele  Menschen zuhause und wollten neue Spiele. Da war der digitale Kauf oft die einzige Möglichkeit. Ob physische Produkte auch langfristig an Relevanz verlieren, bleibt abzuwarten.

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Franziska Bechtold

frau_grete

Liebt virtuelle Spielewelten, Gadgets, Wissenschaft und den Weltraum. Solange sie nicht selbst ins Weltall kann, flüchtet sie eben in Science Fiction.

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