Weil es zum Xbox-Series-X-Start kein neues Halo gibt, gibts hier zumindest eine Halo-Figur zu sehen.

© Gregor Gruber

Games
11/05/2020

Xbox Series X im Test: Die Ninja-Konsole

Schwarz, leise und schnell: Die neue Spielkonsole von Microsoft bereitet viel Freude – unter den richtigen Voraussetzungen.

von Gregor Gruber

Ich habe schon einige Konsolen-Launches mitgemacht. Noch nie fühlte sich einer so unspektakulär wie dieses Jahr mit der Xbox Series X an.

Die Gründe dafür sind schnell gefunden. Anstatt exklusiver neuer Spiele werden bestehende Xbox-One-Games per Patch aufgehübscht. Die Leistung wird hauptsächlich mit mehr Bildern pro Sekunde (fps) beworben, was für PC-Spieler alltäglich ist, für viele Konsolen-Gamer aber nicht greifbar. Außerdem muss der TV einen geeigneten HDMI-Anschluss haben, um die 120fps überhaupt wiedergeben zu können. Nicht mal der Controller schaut wirklich neu aus.

Aber stimmen die Voraussetzungen, ist das alles nebensächlich. Denn so unscheinbar die Xbox Series X wirken mag, so effektiv erfüllt sie ihren Auftrag: Wie ein Ninja, der sich unsichtbar in den Schatten anschleicht, um unerwartet zuzuschlagen und bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Liegend ist die Series X nicht so sexy wie stehend

Auch der Länge nach könnte man die Konsole verstauen

Der Monolith im Wohnzimmer

„Oh, Microsoft bringt mal wieder ein schwarzes Kastl“ schien der Tenor zu sein, als das Design der Xbox Series X enthüllt würde. Im Gegensatz zur Xbox One, die ein schwarzes Kastl im Look eines Videorekorders war, ist die Xbox Series X ein schwarzes-Kastl-Kunstwerk.

Und ich meine das nicht sarkastisch. Aufgestellt sieht der Monolith eindrucksvoll aus. Am liebsten würde ich sie irgendwo freistehend positionieren, einfach nur, weil die Konsole diesen mächtigen, aber doch minimalistischen Look hat.

Da viele TV-Möbel zu klein für die stehende Xbox Series X sein könnten, hat Microsoft Gummifüßchen auf der rechten Seite angebracht. So liegend sieht sie leider gar nicht mehr eindrucksvoll aus. Außerdem sieht man so nicht die Lüfterlöcher mit den grünen Inlays, was ziemlich cool aussieht. Also doch zurück zum Plan, die Konsole als freistehenden Monolith im Wohnzimmer zu platzieren.

Hitze und Lärm

Egal wie man die Xbox Series X schließlich platziert (man könnte sie dank der Form auch der Länge nach irgendwo dazwischen schieben), sollte man darauf achten, dass die Lüfterseite nirgends ansteht oder verdeckt wird. Das ist die einzige Stelle, an der die Konsole warm wird. Im laufenden Betrieb ist die Luft 55 Grad warm, die hier ausgestoßen wird. Die anderen Seiten der Konsole bleiben kühl.

Beachtlich ist, wie laut – oder eben nicht – die Konsole ist. Sie macht keinen Mucks. Obwohl der massive Lüfter ständig läuft, hört man nichts. Laut wird sie nur, wenn man eine Disc eingelegt – dafür aber dann ordentlich. Beim Schauen einer 4K-Blu-ray empfand ich die Geräuschkulisse als sehr störend.

Es könnte natürlich sein, dass die Xbox Series X von den aktuell verfügbaren Games, die allesamt Xbox-One-Spiele mit und ohne Xbox-Series-X-Patches sind, noch nicht voll gefordert wird. Spätere Games werden womöglich die Hardware mehr belasten, wodurch der Lüfter schneller dreht und mehr Lärm entsteht.

Teurer Speicher

Die Konsole hat an der Vorderseite einen USB-Anschluss und an der Rückseite 2 USB-3-Anschlüsse. Ebenfalls an der Rückseite ist der Ethernet-Anschluss und ein Schlitz mit der Bezeichnung „Storage Extension“.

Dieser proprietäre Anschluss ist für eine Speicherplatzerweiterung. Aktuell gibt es diese nur von Seagate mit 1 TB Speicher um 250 Euro. Das ist, gelinde gesagt, frech. Die Speichererweiterung kostet damit nämlich halb so viel wie die Konsole selbst.

Das Traurige daran: Man wird sie früher oder später brauchen. Die Konsole selbst hat auch nur 1 TB Speicher eingebaut, wovon 800 GB nutzbar sind. 200 GB sind für das Feature „Quick Resume“ reserviert (mehr dazu später). Dasselbe gilt für die Speichererweiterung. Wenn man also insgesamt zum Verkaufsstart 750 Euro ausgibt, erhält man 1.600 GB nutzbaren Speicher. Da aktuelle Xbox-One-Spiele bereits über 120 GB groß sein können, wird der Platz schnell knapp werden.

Alternativ könnte man einen günstigeren und größeren Speicher kaufen und per USB 3.0 anschließen. Auf dem kann man dann aber nur Xbox-One-Spiele installieren, die noch nicht per Patch für die Xbox Series X optimiert sind. Diese laufen nämlich auf der neuen Velocity-Architektur, die eben die interne SSD oder die SSD voraussetzt, die per Storage Extension angeschlossen ist.

Wirklich, Microsoft?

Das erklärt, wieso ein Extra-Anschluss für die Speichererweiterung nötig ist: USB 3.0 wäre schlicht zu langsam. Und wenn wir schon bei langsam sind: Die Xbox Series X unterstützt kein WiFi 6.

Die Xbox Series X wird vermutlich die nächsten 4 bis 7 Jahre genutzt werden. Da wäre Zukunftssicherheit bzw. die Unterstützung des gegenwärtigen Stands der Technik, bei denjenigen, die bereits einen WiFi-6-Router haben, angebracht.

In meinem Test wurden die Games per WLAN deshalb mit durchschnittlich 100 bis 120 Mbit/s heruntergeladen. Mein WiFi-6-Router hätte zu dem Zeitpunkt aber bis zu 250 Mbit/s hergegeben (gemessen mit einem WiFi-6-Endgerät). Wer das meiste aus seinem Breitbandanschluss rausholen will, muss die Xbox Series X deshalb per Ethernetkabel mit dem Router verbinden.

Der „neue“ Controller

Der Controller, der bei der Xbox Series X beiliegt, ist der neue Standard-Controller (60 Euro bei Amazon). Er ersetzt auch die derzeit erhältlichen Xbox-One-Controller. Im Klartext: Er funktioniert mit Xbox Series, Xbox One und PC. Umgekehrt können auf der Xbox Series X auch Xbox-One-Controller verwendet werden.

Offensichtlich neu ist der Share-Button in der Mitte. Schaut man genauer hin, entdeckt man noch einen USB-C- statt Micro-USB-Anschluss. Wie beim alten Controller dient der Anschluss, um das optionale erhältliche Akkupack aufzuladen. Ja, wir haben tatsächlich das Jahr 2020 und Microsoft setzt noch immer standardmäßig auf nicht-aufladbare AA-Batterien und verlangt 33 Euro, wenn man stattdessen einen Akku nutzen will.

Ansonsten gibt es Positives zum neuen Controller zu berichten. Er sieht eleganter aus, hat eine griffigere Oberfläche und ein besseres Steuerkreuz. Das griffige Finish haben auch die Schulter-Tasten, die außerdem zusätzlich Struktur haben.

Die Vibrationseffekte wirken bei dem neuen Controller etwas stärker und markanter als beim Alten, speziell in den LT- und RT-Tasten. Bei vielen Spielen kommt das sehr gut rüber, bei einigen ist die Vibration allerdings so stark, dass es auf Dauer anstrengend wird. In den Konsolen-Einstellungen kann die Vibration nur ein- und ausgeschaltet, aber nicht reduziert werden. Einige Games erlauben das Reduzieren der Vibrationsstärke in deren Einstellungen.

Geschehnisse aufzeichnen

Der zuvor erwähnte Share Button wird genutzt, um Screenshots, Videos oder „Geschehnisse“ aufzuzeichnen. Im Einstellungsmenü kann zuvor konfiguriert werden, welche der 2 Aufnahme-Arten, eine für kurz den Knopf drücken, eine für lang drücken, ausgeführt werden.

Die maximale Länge der Videoclips ist durch die Videoqualität beschränkt. In 4K können nur 30 Sekunden aufgezeichnet werden, bei 1080p eine Minute und bei 720p 3 Minuten. Die Aufnahmeart „Geschehnisse aufzeichnen“ ist im Grunde ein umgekehrtes aufnehmen. Hier werden die 30 Sekunden bis 3 Minuten (je nach Auflösung) abgespeichert, die passiert sind, bevor der Knopf gedrückt wurde.

Bei 4K muss man sich vorher gut überlegen, ob man die Videos in SDR oder HDR aufzeichnet. Spielt man die Games in HDR und zeichnet die Videos in SDR ab, um sie Freunden zu zeigen, die vielleicht keinen HDR-Monitor oder TV haben, sind die Videos so dunkel, dass man kaum etwas erkennen kann. Wie das dann aussieht, seht ihr hier:

Und wieder Kacheln

Beim Design des Dashboards hat sich nicht viel getan seit den jüngsten Updates für die Xbox One. Es sind immer noch Kacheln und ein Menü, das von der Seite her aufklappt, wenn man die entsprechende Taste am Controller drückt.

Auch mit den diversen Anpassungs-Optionen bin ich nach wie vor kein Fan der Kacheln. Die Xbox Series X hätte sich zumindest eine modernere Version davon verdient gehabt.

Quick Resume

Eines der Highlights der Xbox Series X ist die Funktion Quick Resume. Schaltet man die Konsole aus und am nächsten Tag wieder ein, dauert es gestoppte 14 Sekunden, bis man genau da im Spiel ist, wo man aufgehört hat. Nicht beim Startbildschirm des Games oder dem letzten Checkpoint, sondern wirklich mitten im Level, wenn man dort aufgehört hat zu spielen.

Das klingt zwar banal, ist im Gaming-Alltag aber phänomenal. Gerade, wenn man vielleicht nur 15 Minuten hat, um kurz eine Runde zu spielen, muss man sich nicht ärgern, weil durch Einschalten der Konsole und Laden des Spielstands schon mal 5 Minuten draufgehen.

Man kann mit Quick Resume auch zwischen mehreren Spielen hin- und herwechseln. Innerhalb von 13 Sekunden konnte ich fließend zwischen Gears 5 und Gears Tactics wechseln. Das funktioniert nicht nur mit 2, sondern bis zu 5 Spielen. Die genaue Anzahl ist von den jeweiligen Spielen abhängig.

Uneingeschränkt ist die Funktion leider nicht nutzbar. Sie funktioniert mit Xbox Series-optimieren Games, nicht aber bei Xbox-One-Spielen ohne entsprechende Updates. Außerdem geht das nicht bei Multiplayerspielen. Seltsam ist, dass es keine Anzeige oder Warnung gibt, wenn ein Game Quick Resume unterstützt – oder eben nicht. So verlässt sich man sich vielleicht mal darauf, dass es funktioniert, hüpft schnell in ein anderes Game, will nachher wieder zurück und kommt darauf, dass man das Level neu starten muss, weil man es nicht bei einem Speicherpunkt verlassen hat.

Quick Resume funktioniert in beiden Konsolen-Energiemodi, „Schnelles hochfahren“ und „Energie sparen“. Es funktioniert aber nicht, wenn man dazwischen die Konsole vom Strom nimmt. Übrigens: Startet man die Konsole neu, nachdem sie vom Strom genommen wurde, dauert es 15 Sekunden, bis man im Dashboard ist.

Series X und One X

Series X und One X

Series X und One X

Series X und One X

Der erste und zweite Xbox-One-Controller und der neue Xbox-Controller

Ladezeiten

Die Leistung der Xbox Series X macht sich im Vergleich zur Xbox One X in den Ladezeiten bemerkbar. Je nach Game sind diese auf der Series X bis zu 70 Prozent kürzer. Die Zeitersparnis kann zwischen ein paar Sekunden bis zu mehr als einer Minute liegen. Dies betrifft alle Games und nicht nur solche, die per Patch für die Series X optimiert wurden.

Auch das klingt wieder banal. Aber wenn man gewohnt ist, dass man etwa bei Destiny 2 fast 2 Minuten auf den Ladebildschirm starrt und dasselbe Game auf der neuen Konsole nur noch 45 Sekunden lädt, kommt das einer Steigerung der Lebensqualität gleich.

Bessere Grafik nicht selbstverständlich

Normalerweise ist das Hauptargument für eine neue Konsole, dass die Grafik besser ist. Das trifft bei der Xbox Series X bedingt zu. Sie kann Games entweder in 8K wiedergeben oder in 4K mit 120 Bildern pro Sekunde (fps). Zum Vergleich: Die Xbox One X schaffte die 4K-Auflösung nur mit 30 fps. Demnach hat die Series X 4-mal so viel Leistung.

Und jetzt beginnen die „aber“: Nicht alle für Series X optimierten Spielen laufen auf 120fps bei 4K, aber sollten zumindest 60fps schaffen, ohne Slowdowns. Das ist noch immer das Doppelte der One X. Bei einigen optimierten Games muss man aussuchen, was man lieber hat: Die 4K-Auflösung oder 120fps. Wählt man 120fps, wird die native Auflösung des Spiels reduziert und auf 4K hochgerechnet. Das heißt: Weniger Schärfe und Details für ein flüssigeres Spiel.

Das hat einen bitteren Beigeschmack, bewirbt doch Microsoft sogar auf der Series-X-Verpackung „4K 120fps“. Im Kleingedruckten auf der Rückseite steht dann „bis zu 120 Bilder pro Sekunde.“

Die Voraussetzung, um das überhaupt nutzen zu können, ist ein TV mit HDMI 2.1-Anschluss. Ich habe die Xbox Series X auf dem hervorragenden 8K-TV Samsung Q950T (hier im Test) getestet. 8K-Gaming, obwohl dies laut Microsoft von der Xbox Series X unterstützt wird, konnte ich aber noch nicht testen. In den Einstellungen der Series X ist nicht mal die Option für 8K vorhanden (für 4K 120fps aber schon, was nur bei HDMI 2.1 funktioniert, was ebenfalls für 8K vorausgesetzt ist). Außerdem stand noch kein Spiel zur Verfügung, das eine native 8K-Auflösung bietet.

Beeindruckend optimiert

Am eindrucksvollsten war die höhere Grafikleistung bei Gears 5, das zum Testen bereits den Patch für die Series-X-Optimierung erhalten hat. Im Einzelspielermodus wurden neue Licht- und Schatteneffekte hinzugefügt. Das Game läuft mit 60fps.

Die Auflösung von 4K wird in Szenen gehalten, in denen nicht viel los ist. Das sieht dann extrem beeindruckend aus. Wenn die Action beginnt, wird die Auflösung dynamisch runtergeschraubt. Durch die neuen Effekte sieht das Game aber immer noch merkbar besser als auf der Xbox One X aus und die dynamische Auflösung geht selten so weit runter wie bei der One X.

In Kombination mit den 60fps ist das ganze Spiel viel flüssiger und die Darstellung ist sauberer und knackiger – ohne die düstere Stimmung des Games zu ändern. Der Multiplayer-Modus läuft mit 120fps extrem flüssig, aber dafür mit stärker reduzierter Auflösung.

Das ebenfalls optimierte Forza Horizon 4 sieht auch merkbar besser aus als auf der One X. Es ist ebenfalls sauberer dank 4K und flüssiger mit 60fps. Die Weitsicht ist auch besser. Wenn man nur Bilder oder Videos von Gears 5 und Forza Horizon 4 sieht, ist der Unterschied schwer zu erkennen, aber wenn man die Games tatsächlich auf der Series X spielt, ist das Next-Gen-Feeling da.

Ohne Optimierung = Aua für die Augen

Wie krass der Unterschied ist, merkt man, wenn man nach Gears 5 ein noch nicht optimiertes Xbox-One-Spiel spielt. In meinem Fall war das Assassins Creed: Valhalla. Der Xbox-Series-X-Patch dafür erscheint offiziell erst am 10. November. Ohne diese Optimierung sieht das Game im Vergleich zu Gears 5 auf der Series X alt aus.

Dasselbe gilt für andere Xbox-One-Spiele. Während die auf der One X vor einigen Wochen noch gut aussahen, kommen sie mir, nachdem ich für die Series-X optimierte Games gespielt habe, gar nicht mehr hübsch vor. Ein bisschen mehr dynamische Auflösung, die doppelte fps und ein paar neue Effekte klingen nach nicht viel, erzeugen aber genau dieses Next-Gen-Gefühl, dass man bei einer neuen Konsole haben will.

Leider wird man dieses Gefühl noch nicht allzu oft haben. Zwar sind, bis auf die Kinect-Titel, alle Xbox One-Spiele mit der Series X kompatibel, aber nicht alle bekommen Optimierungs-Updates. Zum Start wird es 30 Titel geben, die für die Series X optimiert sind. Welche das sind, könnt ihr hier nachlesen.

Ob auch noch andere Games optimiert werden, liegt an den Publishern und Entwicklerstudios. Spannend wird es, wenn die ersten großen Titel erscheinen, die von Beginn an für die Series X optimiert sind. Dann gibt es womöglich auch echtes 4K-Gaming mit 120fps. Echtes 8K-Gaming wird es in absehbarer Zeit nur bei Games mit simplerer Grafik bzw. Spielen im Retro-Look geben. Eventuell wird es später große Titel geben, die in 8K mit dynamischer Auflösung und 30fps laufen.

Bugs Bugs Bugs

Die von Microsoft zur Verfügung gestellte Xbox Series X entspricht der normalen Verkaufsversion. Allerdings wird am 10. November noch ein Systemupdate erscheinen. Dies wird voraussichtlich mehrere Bugs beheben. Der Vollständigkeit halber sind hier ein paar der gröberen Bugs, die mir beim Testen untergekommen sind.

Beim Start eines Spiels mit Quick Resume tauchte ein Blackscreen auf. Dieser Fehler trat in mehreren Ausprägungen auf. Beendete ich das Game aus dem Dashboard heraus und startete es neu, tauchte nach dem Ladebildschirm trotzdem wieder ein Blackscreen auf. Bei einer anderen Variante konnte ich gar keine Games mehr starten, bis ich die Konsole neu gestartet hatte.

Nach dem Abspielen einer 4K-Blu-ray wurde alle paar Sekunden der Bildschirm kurz Schwarz, bis die Konsole neu gestartet wurde.

DiRT5 war mit den HDR-Einstellungen der Xbox Series X zu hell. Durch das Ändern der HDR-Einstellungen im Spiel wurden die HDR-Einstellungen für die gesamte Konsole überschrieben, weshalb das Dashboard und andere Games viel zu dunkel waren.

Manchmal wurde das Dashboard nicht mehr in HDR dargestellt, weshalb es ebenfalls zu dunkel war. Ein Konsolen-Neustart half.

Fazit

Die Xbox Series X ist einer der eigenartigsten Konsolen-Launches bisher. Eigentlich gibt es kein neues, exklusives Game dafür, aber dennoch 30 Starttitel. Einerseits muss man kein Geld für neue Spiele ausgeben, weil man ein paar dieser Games schon besitzt und sie nur in der optimierten Version herunterladen muss. Andererseits sind es dieselben Games, die man schon monatelang gespielt hat – nur mit besserer Grafik. So viel und gleichzeitig so wenig Auswahl an Spielen zu einem Konsolen-Start ist bizarr.

Sollte man die Xbox Series X also kaufen? Wer viel Xbox One spielt, bereits einen 4K-TV besitzt oder vor hat sich einen zuzulegen (bitte auf HDMI 2.1 achten), hat meinen Segen. Wer die Xbox Series X nur wegen des genialen Monolith-Designs haben will und gelegentlich darauf spielt, wird doppelt gesegnet.

Gehört man zu der Sorte Gamer, die nur ein oder 2 Spiele pro Jahr kauft und sich in diese hineintigert, kann man sich die Xbox Series X vorerst sparen. Es sei denn, eines dieser Games gibt es zum Start in der Series-X-optimierten Version und man liebt es so sehr, dass man es unbedingt in der bestmöglichen Qualität haben will.

Um noch die Vorbesteller zu beruhigen: Ihr habt euer Geld gut angelegt. Die Xbox Series X hat das Next-Gen-Feeling. Sie ist leise, schnell und schön wie ein modernes Kunstwerk. Viel Spaß damit.

Die Xbox Series X erscheint am 10. November. Sie kostet 499 Euro (Amazon). Zeitgleich erscheint mit der Xbox Series S eine leistungsschwächere Version um 300 Euro (Amazon). Diese wurde von Microsoft nicht zum Testen zur Verfügung gestellt.

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