Netzpolitik
17.10.2018

Crowdfunding-Kampagne gegen Hass im Netz ist ausfinanziert

Der Rechtshilfefonds, der von Sigi Maurer ins Leben gerufen werden soll, um Hass im Netz zu bekämpfen, ist nach 48 Stunden finanziert.

48 Stunden dauerte es, bis das Finanzierungsziel von 100.000 Euro für eine Rechtshilfefonds für Opfer gegen Hass im Netz erreicht war. Das gab Sigi Maurer, die ehemalige Grüne Abgeordnete, am Mittwoch auf Twitter bekannt. Sie hatte gemeinsam mit der Organisation Zara eine Crowdfunding-Kampagne auf respekt.net dafür ins Leben gerufen.

Insgesamt hatte Maurer zum Ziel mit dem Verein Zara 100.000 Euro einsammeln, um damit die Prozesskosten ihres Falles zu finanzieren, sowie Geld für weitere Präzedenzfälle zu sammeln. Der Verein Zara wird dazu ein eigenes Konto einrichten und will einen halbjährlichen Transparenzbericht dazu vorlegen. Es ist unvorstellbar, dass jemand privat so große Summen für zivilrechtliche Verfahren ausgibt“, sagt Maurer.

 

Maurer bedankte sich auf Twitter für die Unterstützung. Die Ex-Grünen-Abgeordnete wurde vergangene Woche wegen übler Nachrede für schuldig befunden und geht in Berufung. "Zu meiner großen Überraschung und Empörung bin ich verurteilt worden. Ich gebe nicht auf, ich kämpfe weiter. Ich habe bereits Berufung angemeldet“, sagt Sigi Maurer am Montag vor Journalisten in Wien.