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Netzpolitik
04/26/2019

Facebook verbietet Persönlichkeitsquiz-Apps

Ein Jahr nach dem Cambridge-Analytica-Skandal, bei dem Daten von 87 Millionen Usern weitergegeben wurden, reagiert Facebook.

Facebook hat angekündigt Persönlichkeitsquiz-Apps zu verbieten. Diese Reaktion kommt nicht nur reichlich spät, sondern macht auch andere für die eigenen Fehler verantwortlich.

Vor einem Jahr wurde der Cambridge-Analytica-Datenskandal bekannt. Durch die Quiz-App „thisisyourdigitallife“ konnte Cambridge Analytica die Daten von 87 Millionen Facebook-Usern abgreifen. Nur war das eben nicht die Schuld des Quiz, sondern von Facebook. Schließlich hat das soziale Netzwerk den Entwicklern das Datensammeln erlaubt.

Facebook will auch andere Maßnahmen treffen, damit Entwickler nicht mehr so einfach auf die Daten der User zugreifen können. So werden einige ältere APIs gesperrt. Entwickler können nicht auf neue Daten einer Person zugreifen, wenn diese die App in den vergangenen 90 Tagen nicht verwendet hat. Da fragt man sich doch, wieso diese Maßnahme erst jetzt in Kraft tritt.

Der Datenskandal wird übrigens nicht in Facebooks Blogeintrag als Grund für das Quizverbot genannt. Stattdessen wird es als Entfernen von Apps „mit minimalem Nutzen“ bezeichnet.