Netzpolitik 07.02.2018

Österreicherin wird neue Chefin des Europäischen Datenschutzausschusses

© Bild: Pollmann

Die Leiterin der österreichischen Datenschutzbehörde, Andrea Jelinek, wurde zur Vorsitzenden des Gremiums der EU Datenschutzbehörden gewählt.

Andrea Jelinek übernimmt das Ruder des Europäischen Datenschutzausschusses ((@EU_WP29). Die derzeitige Chefin der österreichischen Datenschutzbehörde kümmert sich zukünftig um die Einhaltung der neuen Datenschutzgrundverordnung in der EU, wie die EU-Kommission am Mittwoch in einer Aussendung mitteilt.

Datenschutzgrundverordnung

Der Europäische Datenschutzausschuss übernimmt die Aufgaben der sogenannten Artikel-29-Datenschutzgruppe ab Ende Mai 2018 und sorgt für eine einheitliche Anwendung der Datenschutzgrundverordnung in der EU.

Die Aufgabe wird eine große Herausforderung. Digitale Datenströme verlaufen grenzüberschreitend; daher ist es notwendig, auch den Schutz der Daten in einen globalen Zusammenhang zu stellen.

Die EU verwaltet z. B. mehrere europäische IT-Großsysteme für die Erfassung von Visaanträgen, Asylbewerbern usw. Da diese Systeme große Datenmengen zu einer Vielzahl von Menschen aus der ganzen Welt verarbeiten, muss ein koordinierter Ansatz entwickelt werden, um ein hohes Datenschutzniveau zu gewährleisten. Deshalb üben die europäischen Datenschutzbehörden und Datenschutz-Aufsichtsbehörden die Aufgabe der Kontrolle dieser Systeme gemeinsam aus.

Zur Person

Andrea Jelinek ist seit Anfang 2014 Leiterin der heimischen Datenschutzbehörde. Sie wurde für fünf Jahre bestellt. Davor war Jelinek Leiterin einer Abteilung der Landespolizeidirektion Wien und Chefin der Fremdenpolizei. Die Datenschutzbehörde dient als Kontrollstelle zur Überprüfung der Einhaltung von Datenschutzvorschriften.

( futurezone ) Erstellt am 07.02.2018