Netzpolitik
03.04.2018

US-Armee: Künstliche Intelligenz nicht bereit fürs Schlachtfeld

In einem Strategiepapier stellt die US-Armee ihre Vision für künstliche Intelligenz in der Kriegsführung vor.

Die US-Armee ist der Ansicht, dass auf den Schlachtfeldern der Zukunft Drohnen und andere mit künstlicher Intelligenz ausgestattete, autonome Systeme eine große Rolle spielen werden. Das geht aus einem White Paper hervor, das vom US Army Research Laboratory veröffentlicht wurde. Darin konstatieren die Autoren, dass die Technik heute noch nicht ausgereift genug sei für die Anforderungen von militärischen Konflikten, wie The Next Web berichtet.

"Viele der zukünftigen Systeme werden nicht zu weit entfernt sein von den Dingen, die wir heute auf dem Schlachtfeld sehen, etwa unbemannte Bodensensoren, automatisch geleitete Raketen und unbemannte Drohnen. Wahrscheinlich wird es auch Roboter in verschiedensten Ausführungen geben, von insektengroßen mobilen Sensoren bis zu großen Fortbewegungsplattformen, die Truppen und Material transportieren können", heißt es in dem Bericht.

Anforderungen können noch nicht erfüllt werden

Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, heißt es im Text. Die heutige Technik sei einfach noch zu primitiv: "Die intelligenten Systeme werden ständig darüber nachdenken müssen, wie ein intelligenter Gegner sie ausschalten könnte. Ohne diese Berücksichtigung möglicher Angriffe überleben diese Dinger nicht lange genug, um sinnvoll eingesetzt zu werden", schreiben die Autoren. Die Anforderungen an kriegerische KI gehe weit über das hinaus, was die Technik heute liefern könne. Vor allem maschinelles Lernen müsse noch stark verbessert werden, bevor autonome Systeme eine Rolle auf dem Schlachtfeld spielen können.