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05/14/2020

12 Tipps wie man einen langsamen PC wieder schneller macht

Ein paar Tricks können helfen, um einen schwerfälligen Windows-Rechner wieder fit zu machen.

von Florian Christof

Wenn ein Computer in die Jahre kommt, wird er langsamer und behäbiger. Das muss aber gar nicht daran liegen, dass die Hardware des PCs nicht mehr Schritt halten kann. Auch ein Computer will von Zeit zu Zeit gepflegt werden, damit er im Alter frisch bleibt.

Angesammelte alte und große Dateien, unbenutzte Programme, die im Hintergrund laufen, volle Festplatten, verpasste Updates oder gar ein Computervirus können die Performance erheblich einschränken. Ein paar einfache Tricks können helfen und schon läuft der Computer wieder wesentlich schneller.

1) "Have you tried turning it off and on again?"

Auch wenn es für manche vielleicht blöd klingt und an die populäre TV-Serie "IT Crowd" erinnert, kann ein Neustart des Computers schon weiterhelfen. Für viele ist es zur Gewohnheit geworden, den Laptop einfach zuzuklappen oder beim PC den Bildschirm auszuschalten, ohne den Rechner herunterzufahren.

Läuft ein Rechner mehrere Tage oder Wochen, wird dadurch der Arbeitsspeicher quasi verstopft. Ein Neustart bereinigt alle angesammelten Prozesse und verleiht dem Computer wieder mehr Leistung.

2) Browser-Erweiterungen entfernen

Wer hauptsächlich beim Browsen im Internet die Leistungseinbußen bemerkt, sollte sich seinen Browser genauer ansehen. Meist hilft es unnötige Browser-Erweiterungen und Suchleisten zu entfernen. 

3) Unnötige Programme löschen

Im Laufe der Zeit sammeln sich meist Anwendungen auf einem Rechner an, die man längst nicht mehr benötigt. Dabei kann es vorkommen, dass Prozesse dieser unnötigen Programme unbemerkt im Hintergrund laufen und dabei permanent Ressourcen verbrauchen.

Daher ist es ratsam Anwendungen, die nicht mehr von Nutzen sind, vom Rechner zu entfernen. Am besten deinstalliert man diese Programme in den Systemeinstellungen (Systemsteuerung - Programme - Programme und Funktionen).

4) Programme in der Taskleiste löschen

Wird ein Windows-Rechner hochgefahren, starten im Hintergrund automatisch eine Reihe von Programmen. Manche davon sind notwendig, auf manche ist man hingegen nicht angewiesen. Ein Blick in die Taskleiste verrät, ob im Hintergrund Anwendungen laufen, auf die man verzichten könnte. 

Ein Klick auf den "Pfeil nach oben" im rechten Bereich der Taskleiste zeigt, welche Programme im Hintergrund gestartet wurden und anschließend permanent Ressourcen verbrauchen. Der Klassiker sind beispielsweise Anwendungen wie Skype, irgendwelcher Cleaner-Apps, Dropbox oder ähnliche Programme. Benötigt man eine Anwendung nicht unbedingt, kann man sie gleich dort beenden. Das kann helfen, die Performance des PCs zu steigern.

5) Autostart-Programme überprüfen

Damit unnötige Anwendungen gar nicht erst automatisch starten und sinnlos Ressourcen verbrauchen, sollte man überprüfen, bei welchen Programmen ein automatisches Starten überhaupt notwendig ist. 

Dafür öffnet man den Task Manager: Rechtsklick in die Taskleiste und Task Manager auswählen oder Strg-Shift+Esc. Im Task Manager wählt man bei den Karteikärtchen "Autostart" aus, um sich anzeigen zu lassen, welche Programme im Hintergrund automatisch gestartet werden und welche Auswirkungen sie auf die Leistung des Rechners haben. Mit einem Rechtsklick auf die Anwendung kann die Autostart-Funktion deaktiviert werden. 

Manche Anwendungen sind jedoch für das reibungslose Funktionieren des Rechners notwendig. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man besser um alle Programme, bei denen Microsoft der Herausgeber ist, einen Bogen machen. 

6) Festplatte aufräumen

Eine volle Festplatte schränkt die Flexibilität des Rechners ein und sollte daher unbedingt vermieden werden. Neigt sich der Speicherplatz dem Ende, sollte man seinen Rechner durchforsten und Platz schaffen, indem man nicht mehr benötigte, vor allem größere Dateien, entfernt.

Meist sind es Videodateien oder Fotos die viel Speicherplatz fressen. Ein zusätzlicher Speicher in der Cloud oder eine externe Festplatte können helfen, Platz auf der Festplatte des Rechners zu schaffen.

7) Festplatte optimieren

Unter Windows 10 gibt es mehrere Möglichkeiten mit denen man für eine optimierte Festplatte sorgen kann. Einerseits können mithilfe der Datenträgerbereinigung Dateien entfernt werden, die man nicht mehr benötigt und anderweitig nicht so leicht auffindbar sind. Ein klassisches Beispiel sind etwa die temporären Internetdateien.

Um den Datenträger zu bereinigen, klickt man mit der rechten Maustaste im Explorer auf die zu reinigende Festplatte, anschließend auf "Eigenschaften" und dann auf "Bereinigen". Danach wählt man jene Dateicluster aus, die man entfernen will.

Eine weitere Möglichkeit, für einen schnelleren Rechner zu sorgen, ist das Defragmentieren der Festplatte: Rechtsklick im Explorer auf die Festplatte, dann "Eigenschaften", anschließend wählt man das Karteikärtchen "Tools" aus und klickt auf "Optimieren". In einem weiteren Fenster lassen sich dann die Festplatten optimieren.

8) Malware eingehandelt?

Sollte ein PC plötzliche Leistungseinbußen aufweisen, könnte es sein, dass das System mit Malware befallen ist. Um dies zu überprüfen, sollte man das in Windows integrierte Antivirenprogramm namens Windows Defender nach Malware suchen lassen.

Den Windows Defender findet man in den "Windows Einstellungen" unter "Update und Sicherheit". Unter "Viren- & Bedrohungsschutz" lässt sich eine Schnellüberprüfung des Systems starten.

Sollte sich die Malware auf diese Weise nicht entfernen lassen, kann eine Neuinstallation des Betriebssystems ratsam sein. 

9) Virenscanner überdenken

Dass man einen eigenen Virenscanner benötigt, ist eine Weisheit, die schon etwas in die Jahre gekommen ist. Sie stammt aus einer Zeit, in der sich Microsoft nicht wirklich um die Sicherheit seiner Windows-Nutzer gekümmert hat. Mittlerweile hat aber Windows 10 einen eigenen Virenschutz integriert.

Um zu kontrollieren, ob dieser auch aktiviert ist, navigiert man in den "Windows Einstellungen" zu "Update und Sicherheit" und "Viren- & Bedrohungsschutz".

Dieser integrierte Schutz vor Malware namens Windows Defender reicht in der Regel aus, sodass man sich nicht zusätzlich einen Virenscanner auf seinem PC installieren muss. Abgesehen von den Kosten, verlangsamen Antivirenprogrammen einen Rechner zum Teil erheblich.

10) Energieverwaltung

Macht man seinen PC wieder fit, lohnt sich ein Blick die Energieoptionen, welche in der Systemsteuerung zu finden sind. Dort sollte "Ausbalanciert (empfohlen)" aktiviert sein.

Ist dort der Energiesparmodus eingeschaltet, kann dies zu Leistungseinbußen führen, weil der Rechner seine Leistung zurückschraubt, um auf diese Weise Energie zu sparen. 

11) Updates einspielen

Zusätzlich ist es wichtig, dass aktuelle Windows-Updates sowie mögliche Aktualisierungen von Anwendungen zeitnah installiert werden. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit vor Malware, sondern auch um das reibungslose Funktionieren des Rechners. 

12) Betriebssystem neu installieren oder zurücksetzen

Die Ultima Ratio, damit ein älterer Rechner wieder fit wird, ist die Neuinstallation des Betriebssystems. Dabei werden unnötige Dateien, Prozesse und Programme, die sich im Lauf der Zeit angesammelt haben, radikal entfernt. Vor einer Neuinstallation sollte man allerdings sämtliche wichtige Dateien auf einer externen Festplatte oder einem Cloudspeicher sichern, da sie durch den Vorgang ebenso vom Rechner gelöscht werden.

Seit Windows 10 bietet Microsoft nun auch 2 Möglichkeiten, das Betriebssystem auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. So kann der User entscheiden, ob er die persönlichen Daten behalten will, oder ob er lieber einen kompletten Reset durchführen möchte, bei dem auch sämtliche Daten vom Rechner entfernt werden. Ist der Computer beispielsweise mit Malware verseucht, sollte man besser auf letztere Option zurückgreifen.