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04/01/2016

A1 bringt Gratis-Roaming für EU-Länder

A1 zieht die Abschaffung der Roaming-Gebühren vor und erlaubt seinen Kunden die Nutzung der Flatrate-Einheiten auch im Ausland. Dabei gelten aber klare Regeln.

Der österreichische Mobilfunker A1 bietet ab sofort seinen Kunden die Möglichkeit, auch im Ausland ihr Guthaben an SMS, MMS, Telefonie und Daten kostenlos zu nutzen. Ähnlich wie beim mittlerweile eingestellten Angebot "3LikeHome" von Konkurrent Drei ist es somit möglich, in einigen ausgewählten Ländern kostenlos zu telefonieren, SMS zu verschicken und im Internet zu surfen. Dieses Angebot ist vorerst auf Neukunden der Tarife Go M, Go L sowie Go Premium beschränkt. Laut A1 soll der Wechsel für Bestandskunden aber einfach möglich sein.

Vorgezogene Roaming-Reaktion

Die Nutzung des Flatrate-Guthabens ist in allen EU-Ländern sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein möglich. Damit wolle A1 die Vorteile der EU-Richtlinie bereits ein Jahr im Vorhinein an seine Kunden weitergeben. Ab 2017 sollen die umstrittenen Roaming-Gebühren in der EU endgültig der Vergangenheit angehören. Am 30. April wird es eine letzte Senkung der Roaming-Gebühren geben, die künftig maximal 6 Cent pro Minute für aktive Gespräche, 6 Cent pro MB Roaming und 2,4 Cent pro abgehender SMS betragen dürfen. Im Gegensatz zu "3LikeHome" muss man nicht auf die Wahl des Netzes im Ausland achten - laut A1 könne man sich in jedes beliebige Netz einbuchen und das persönliche Guthaben nutzen.

Klare Regeln

Für das Angebot gelten aber auch gewisse Spielregeln: So muss die SIM-Karte an mindestens drei Tagen pro Rechnungsmonat im österreichischen A1-Netz verwendet werden. Zudem gilt ein klar definiertes Fair-Use-Prinzip: Werden in einem Monat im Ausland mehr als 3.500 Minuten Telefonie oder mehr als 3.500 SMS oder mehr als 3.500 MMS oder mehr als 50 Prozent des inkludierten Datenvolumens verbraucht, dann muss der Kunde im darauffolgenden Rechnungsmonat unter diesen Grenzwerten bleiben. Wird eine dieser Grenzen dennoch überschritten, ist die Nutzung der Inlandseinheiten im Ausland nicht mehr möglich.