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Acer Convertibles im Hands-on: Alleskönner mit Einbußen

Acer Convertibles im Hands-on: Alleskönner mit Einbußen

Auf einem Presseevent in New York hat Acer jede Menge neuer Produkte vorgestellt. Wie gewohnt setzt der taiwanesische Technologiekonzern dabei stark auf Convertibles.

Wie Acer-CEO Jason Chen ankündigte, will der Computerhersteller künftig ein noch diversifiziertes Line-up anbieten und verstärkt Business- und Education-Nutzer mit speziellen Editionen ansprechen.

Acer Aspire Switch 10E

Um diese neuen Zielgruppen zu erschließen, schickt Acer das Aspire Switch 10E ins Rennen. Es ist die Business- beziehungsweise Education-Ausgabe des Aspire Switch 10. Im Gegensatz zum Switch 10 (1920x1200) fällt beim Switch 10E die Displayauflösung mit 1280 mal 800 Pixel deutlich niedriger aus. Diese Einbußen werden allerdings durch eine verlängerte Akkulaufzeit ausgemerzt. Laut Acer soll man das Switch 10E bis zu zwölf Stunden in Betrieb haben können, ohne dabei auf eine Steckdose angewiesen zu sein.

Vergleicht man die beiden 10-Zoll-Displays, fällt die niedrigere Auflösung deutlich auf. Vor allem im Laptop-Modus liefert der Bildschirm mit einer Pixeldichte von rund 151ppi eine passable Qualität. Allerdings wirken die Farben etwas ausgewaschen. Hier könnte man sich eventuell etwas mehr Sättigung wünschen.

Umfaller

Der Display-Teil lässt sich ohne weiteres vom Tastatur-Dock lösen. Ebenso einfach ist es, den Bildschirm wieder mit der Tastatur zu verbinden.

Wird der Bildschirm des Switch 10E im Laptop-Modus ganz nach hinten geneigt, kippt das gesamte Gerät, da das Tastaturdock leichter ist als der Monitor-Teil.

Die Tastatur ist leise und fällt entsprechend klein aus. Beim Verfassen längerer Texte könnten Nutzer mit großen Händen jedoch an die Grenzen der Bedienbarkeit stoßen. Der Druckpunkt der Tasten geht in Ordnung und fällt nicht negativ auf. Allerdings ist das Touchpad etwas behäbig und reagiert nicht ganz optimal.

Acer Aspire Switch 10E

Ausstattung

Das Aspire Switch 10E läuft unter Windows 8.1, verfügt über einem Intel Atom Prozessor und wahlweise einem oder zwei GB Arbeitsspeicher. Der interne Speicher beträgt entweder 32 GB oder 64 GB und kann mittels Micro-SD-Karte nochmals um 64 GB erweitert werden. An der Seite befinden sich ein USB-2.0-Anschluss, ein Micro-USB- sowie ein Micro-HDMI-Anschluss.

Für die Verwendung im Tablet-Modus hat das 10-Zoll-Gerät eine angenehme Größe. Mit einem Gewicht von 630 Gramm kann es durchaus mit nur einer Hand gehalten werden. Mit Tastatur wiegt das Aspire Switch 10E 1,2 Kilogramm. Im Juni soll das Acer Aspire Switch 10E ab 300 Euro zu haben sein.

Acer Aspire Switch 11V

Beim Aspire Switch 11V, das Acer gezeigt hat, handelt es sich um einen Prototypen, der nicht eingeschaltet werden konnte. Bildschirmqualität und Bedienbarkeit konnten somit nicht begutachtet werden. Auch über die Anschlüsse, die im handelsfertigen Gerät tatsächlich zur Verfügung stehen werden, konnte Acer noch keine Auskünfte geben.

Wie das Aspire Switch 10E kippt auch das Switch 11V, wenn man den Bildschirm im Laptop-Modus ganz nach hinten neigt.

Auch hier lässt sich der Tablet-Teil leicht vom Tastatur-Dock lösen und auch wieder damit verbinden. Aufgrund von Größe und Gewicht wird sich wohl das Switch 11V nur bedingt im Tablet-Modus verwenden lassen.

Die texturierte Rückseite wirkt hochwertig und vermittelt einen edlen Eindruck. Auf dem Markt kommen soll das Switch 11V rechtzeitig vor Weihnachten gegen Ende des Jahres. Der Preis ist noch unklar.

Acer Aspire R11

Beim Acer Aspire R11 können Bildschirm und Tastatur nicht voneinander getrennt werden. Allerdings lässt sich das Display komplett nach hinten klappen, sodass es neben dem Notebook- auch im Tablet-Modus bedient werden kann. Praktisch dabei ist, dass es sich auch im aufgestellten Zelt-Modus verwenden lässt.

Dass Tastatur und Bildschirm fix miteinander verbunden sind, geht allerdings zu Lasten der Bedienbarkeit im Tablet-Modus, da es mit 1,5 Kilogramm wohl kaum einhändig verwendet werden kann. Außerdem stört im Tablet-Modus, dass man auf der Rückseite ständig auf die Tastatur greifen muss.

Die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt, ist leise und wirkt hochwertig. Ebenso hochwertig und gut verarbeitet wirkt das Trackpad, mit dem sich das Gerät präzise bedienen lässt.

Ausstattung

Das Aspire R11 verfügt über einen USB 3.1, einem USB 2.0, sowie einem HDMI-Anschluss, einer LAN-Schnittstelle und einem SD-Card-Slot. Es läuft unter Windows 8.1 und verfügt wahlweise über einem Intel Pentium oder einem Intel Celeron Prozessor. Arbeitsspeicher steht mit bis zu acht GB zur Verfügung.

Der integrierte Speicherplatz beträgt entweder 500 GB oder ein TB. Das 11,6-Zoll große Display löst lediglich mit 1366 mal 768 Bildpunkten auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von nicht ganz 142ppi.

Das Acer Aspire R11 soll ab Juni in Europa auf den Markt kommen und ab 350 Euro kosten.

Fazit

Was bei den angetesteten Geräten negativ aufgefallen ist, war die niedrige Auflösung der Displays. Denn gerade bei der Verwendung als Tablet ist man höhere Pixeldichten gewohnt.

Die Flexibilität durch abnehmbare beziehungsweise komplett umklappbare Bildschirme ist gewohnt hoch. Mit Windows 8.1 kommt die Kombination aus Touchscreen und Tastatur richtig gut zur Geltung.

In der geringsten Grundausstattung können die Convertibles von Acer vor allem mit dem relativ niedrigen Preis punkten.

Disclaimer: Die Reisekosten zur Pressekonferenz nach New York wurden von Acer übernommen.

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