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08.01.2015

Alcatel Onetouch Watch: Runde Smartwatch um 150 Euro

Alcatel will mit einem offenen Ansatz sowie der bislang günstigsten runden Smartwatch punkten. Die futurezone hat die Onetouch Watch ausprobiert.

Smartwatches haben ein kleines Problem. Die Ergänzung zum Smartphone ist oftmals nur mit einem Betriebssystem kompatibel. Android Wear-Smartwatches lassen sich nur mit Android-Smartphones verwenden, die Apple Watch spricht nur mit iPhones und Samsungs Tizen-Smartwatches kennen ohnehin nur wenige Samsung-Smartphones.

Einzige Ausnahme war bislang die Pebble. Nun wagt sich mit Alcatel Mobile ein weiterer Hersteller an eine plattformübergreifende Smartwatch. Die Alcatel Onetouch Watch soll mit iOS (ab Version 7) und Android (ab Version 4.3) kompatibel sein und zum Kampfpreis angeboten werden. Die futurezone hat sie auf der CES ausprobiert.

Alcatel Onetouch Watch in Bildern

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Alcatel Onetouch Watch

Alcatel Onetouch Watch

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Alcatel Onetouch Watch

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Alcatel Onetouch Watch

Alcatel Onetouch Watch

Breiter Rahmen, fetter Balken

Optisch erinnert die Alcatel-Smartwatch an Motorolas Moto 360. Das 1,22 Zoll große Display reicht jedoch nicht bis zum Rand, rund um den Bildschirm ist ein recht breites Ziffernblatt angebracht. Leider hat Alcatel den unschönen schwarzen Balken, an der unteren Spitze des Displays, von der Moto 360 übernommen. Dieser ist breiter als bei der Moto 360 und nimmt 36 Pixel Höhe ein. Die Größe des Balkens hat einen Grund: Darunter befindet sich der Home-Button, mit dem der Benutzer jederzeit in das Hauptmenü gelangt.

Die Verarbeitung der Smartwatch ist außerordentlich gut, vor allem in Anbetracht des geringen Preises von 100 Euro. Das wasserdichte Gehäuse der Smartwatch besteht aus Metall, lediglich die Rückseite wird aus Kunststoff gefertigt. Dieser fühlt sich angenehm an und dürfte auch für Sport gut geeignet sein. Das mitgelieferte Band besteht aus dickem Kunststoff und ist an der Innenseite geriffelt. Das Armband lässt sich mit einer Klappschließe befestigen. Die Konstruktion ist etwas wackelig und wirkt im Vergleich zum Mechanismus der Samsung Gear S weniger hochwertig.
Das Band kann nicht mit beliebigen 22-Millimeter-Armbändern getauscht werden, Alcatel will jedoch günstigen Ersatz anbieten. Der Grund dafür ist das im Armband verbaute Ladekabel. Möchte der Benutzer die Smartwatch laden, knickt er lediglich die Spitze des Armbandes und ein USB-Stecker kommt zum Vorschein. Laut Alcatel hält die Smartwatch mit einer Ladung zwischen drei und fünf Tagen durch.

Wenige Apps

Als Betriebssystem kommt das selbstentwickelte RTOS zum Einsatz, für das es bis zum Marktstart im März auch ein SDK geben soll. Vorerst muss sich der Benutzer mit den System-Apps zufrieden geben, die noch eher mager sind. So gibt es lediglich ein Wetter-Widget, einen Musik-Player, einen Kompass, eine Fitness-App sowie die Möglichkeit, ein verbundenes Gerät per Klingeln zu suchen. Die Fitness-App greift nicht auf die GPS-Daten des verbundenen Smartphones zurück, sondern schätzt die gelaufene Distanz per Schrittzähler.

Die Oberfläche lässt sich ohne Ruckler bedienen, allerdings sind die Animationen oftmals etwas träge. Das Bedienkonzept ist simpel, per Home-Button kommt man stets zurück, der einzige Hardware-Knopf ist auf der rechten Seite und deaktiviert das Display bzw. erlaubt das vollständige Ausschalten. Durch das Wischen von unten nach oben werden aktuelle Benachrichtigungen angezeigt. Antworten ist derzeit noch nicht möglich, laut Alcatel wird an einer Lösung gearbeitet.

Fazit

Die Alcatel Onetouch Watch eröffnet den Preiskampf auf dem Smartwatch-Markt. Optisch kann sie mit der Moto 360 und G Watch R mithalten, auch wenn sie nicht ganz so hochwertig ist. Wem die Moto 360 zu wuchtig ist, bekommt hier eine kompakte Alternative. Die auf der CES gezeigten Funktionen sind zwar derzeit noch rudimentär, dürften aber für viele Benutzer ausreichen. Die Smartwatch soll ab März für 150 Euro in vier verschiedenen Farben im Handel erhältlich sein.

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Disclaimer: Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die Reisekosten werden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung und der CEA übernommen.