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08/27/2020

Amazon berechnet Körperfett anhand von Selfies

Der Online-Händler macht Apple und Fitbit Konkurrenz und will mit Fitness- und Gesundheitsdiensten punkten.

von Martin Stepanek

Amazon will wie andere Technologiefirmen beim Thema Fitness und Gesundheit mitmischen. Der Händler kündigte am Donnerstag das neue Mitglieder-Programm "Halo" sowie ein Fitness-Armband an. Das Gadget, das zusammen mit einer sechsmonatigen Mitgliedschaft 100 Dollar kosten soll, misst diverse Parameter wie Puls, Hauttemperatur, Aktivitäten und den Schlafrhythmus. Eine  Smartphone-App rundet das Angebot ab.

Körperfett und 3D-Modell

Einen starken Fokus setzt Amazon auf das Körpergewicht seiner Nutzer, das der wichtigste Parameter sei, um gesund zu bleiben. Um das Körperfett einer Person zu berrechnen, kommt eine verblüffende Methode zum Einsatz. So will der Online-Händler auf Basis von Selfies und Handy-Fotos des eigenen Körpers errechnen können, wie hoch der Fettanteil ist.

Aus den Bildern, die mittels künstlicher Intelligenz, Machine Learning und computerisiertem Sehen analysiert werden, wird dann ein 3D-Modell des Körpers erstellt. Der Algorithmus soll dabei die Körperteile vom Hintergrund unterscheiden können und schließlich Problemzonen erkennen. Mittels eines Schieberegler können User dann simulieren, wie sich ein niedriger Fettantteil auf welche Regionen des Körpers auswirken würde.

Armband lauscht ständig mit

Bei wem jetzt die Alarmglocken läuten, der dürfte bei einer weiteren Funktion erst recht alarmiert sein. Denn mittels Mikrofonen will Amazon offenbar die Stimme des Trägers  mitschneiden und ständig analysieren. Auf Basis von Machine Learning soll das System über die Sprache erkennen, ob der Nutzer voller "Energie" und "Positivität" ist. So könne man etwa erkennen, ob "ein stressiger Anruf aus der Arbeit danach zu einer weniger positiven Kommunikation innerhalb der Familie führt".

Spätestens jetzt wird bei Datenschützern und vielen Nutzern der Puls in die Höhe gehen. Amazon einen derart umfassenden Zugriff auf persönliche Daten zu geben, setzt eine enormes Vertrauen in den Konzern voraus. Bei allen Funktionen habe man den Datenschutz mitbedacht, teilte Amazon mit. Die Daten werden verschlüsselt in die Cloud übertragen, dort analysiert und anschließend wieder von den Servern gelöscht und nur auf dem Gerät gespeichert. Sprache werde unmittelbar nach der Analyse vollständig gelöscht.

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