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27.03.2018

Apple stellt neues iPad vor: Schüler sollen Stift benutzen

Am Dienstag hat Apple das neue iPad vorgestellt. Alles dreht sich um das Schreiben und Zeichnen mit digitalem Stift.

Apple will künftig wieder stärker in Schulen Fuß fassen. Dabei helfen soll ein neues iPad, das in Wahrheit eine Überarbeitung des bestehenden 9,7-Zoll-Modells ist. Wie erwartet, unterstützt es die Benutzung mit dem Apple Pencil, der bisher nur für die teuren Pro-Modelle vorgesehen war. Schüler sollen damit Notizen machen können, zeichnen, aber auch in digitalen Schulmaterialien Anmerkungen machen können. Damit wendet sich Apple endgültig von Gründer Steve Jobs ab, der sich Zeit seines Lebens gegen einen Stylus zur Bedienung von Smartphones und Tablets ausgesprochen hatte.

Apple-Präsentation 27.03.2018

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Apple-Einladung

299 Dollar für Schulen

Beim Preis will Apple Schulen entgegenkommen. Während das iPad im Handel wie bisher um 329 Dollar verkauft wird, können Schulen das Gerät um 299 Dollar erwerben. Der Pencil, der hierzulande nun 99 Euro kostet, ist nicht inkludiert. Das neue iPad soll ab kommender Woche verfügbar sein. Zusammen mit der neuen Hardware überarbeitet Apple auch seine Office-Programme Pages, Numbers und Keynote, die fortan ebenfalls die Bedienung per Stift unterstützen. In Österreich kostet das iPad regulär 349 Euro (32 GB).

Mit dem neuen iPad ist das iPad Air und das schlechter auflösende Einsteiger-iPad Geschichte. Abgesehen vom iPad mini 4, das in einer 128-GB-Variante weiterhin verfügbar ist und ebenfalls mit Retina-Display ausgestattet ist, kommt das 9,7-Zoll-Modell nun mit 32 oder 128 GB Speicher. Es ist in den Farben Silber, Space Grau und Gold erhältlich. Wer das Modell mit mehr Speicherplatz möchte, muss 439 Euro ausgeben. Die Mobilfunk-Anbindung über LTE kostet 130 Euro extra. Im Inneren ist ein A10-Prozessor mit vier Kernen verbaut, der 4K-Videoschnitt und Augmented-Reality-Apps ermöglicht.

Abgesehen von der präsentierten Hardware stellte Apple ein Update, der Klassenzimmer-App in Aussicht. Diese soll Lehrpersonen dabei helfen, den Überblick zu behalten und immer zu wissen, woran die einzelnen Schüler gerade arbeiten. Auch die Zuweisung von Geräten an Schüler mit User-Accounts soll noch einfacher möglich sein. Darüber hinaus können Hausaufgaben digital über die Cloud verteilt werden - quasi als Alternative zu E-Mail oder WhatsApp. Schüler und Lehrer sehen ihre Fortschritte bei bestimmten Aktivitäten und Aufgabengebieten.

Kein Macbook oder iPhone SE 2

Wer sich ein komplett neues iPad oder gar andere Produkte wie ein Einsteiger-Macbook oder ein iPhone SE 2 erwartet hatte, wurde enttäuscht. Dass Apple während des Events ein iPhone-Update zeigen würde, galt ohnehin als unwahrscheinlich. Manche hatten aber erwartet, dass Apple im Rahmen seiner Schulstrategie doch auch ein günstiges Macbook mit Retina-Display präsentieren würde.