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30.06.2018

Brave integriert Tor in Browser

Der datenschutzfreundliche Browser des früheren Mozilla-CEOs Brendan Eich ermöglicht es, in einzelnen Tabs Websites über das Tor-Netzwerk anzusteuern.

Der Browser Brave hat in seiner jüngsten Version Onion Routing über das Tor-Netzwerk integriert. Nutzer der Testversion 0.23 des Browsers können in privaten Tabs Seiten über das Tor-Netzwerk ansteuern und bleiben damit anonym, weil ihre IP-Adresse verschleiert wird.

Während handelsübliche „Private Tab“-Lösungen sicherstellen, dass der Browser-Verlauf am Gerät nicht mehr nachvollzogen werden kann, schützt „Private Tabs with Tor“ auch auf Netzwerkebene die Privatsphäre. Die Funktion kann über das File-Menü des Browser angesteuert werden, parallel dazu können auch andere reguläre Tabs offengelassen werden, heißt es in einer Mitteilung von Brave.

Testversion

Brave befindet sich noch im Teststadium, hat aber laut CNet bereits fast drei Millionen Nutzer. Die Auslieferung der Version 1.0 von Brave wird noch heuer erwartet. Die privaten Tabs mit Tor sind vorerst nur in den Windows- und MacOS-Versionen des Browsers verfügbar, sollen aber auch in die iOS- und Android-Versionen integriert werden.

Das Tor-Projekt verfügt auch über seinen eigenen Tor-Browser, Brave ist aber der erste konventionelle Browser, der Onion-Routing integriert. Laut CNet arbeitet auch Mozilla daran, solche Funktionen in seinem Firefox-Browser anzubieten. Nutzern, die wirklich sichergehen wollen, dass sie nicht rückverfolgt werden können, empfiehlt Brave auch weiterhin die Nutzung des Tor-Browsers, da die „Tabs with Tor“-Lösung noch nicht ausreichend getestet worden sei.