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02.11.2018

Deshalb werden unsere Smartphone-Akkus immer schneller leer

Den neuesten Smartphone-Generationen geht viel schneller der Saft aus als älteren Geräten. Aber es gibt auch zwei Ausnahmen.

Was viele bereits vermutetet haben, zeigen nun gleich mehrere Untersuchungen Schwarz auf Weiß: Bei den neuesten Smartphone-Flaggschiffen hält der Akku wieder ein Stück kürzer als bei der Generation davor. So hat die Washington Post herausgefunden, dass das Google Pixel 3 fast eine halbe Stunde kürzer durchhält als das Pixel 2. Bei Apple beträgt die Differenz zwischen iPhone Xs und iPhone X 21 Minuten. 

Viele Tester kommen zu dem Schluss, dass die guten alten Lithium-Ionen-Akkus einfach nicht mehr mit der neuesten Technik mithalten können. Tatsächlich sollen die Kapazitäten pro Jahr um nur etwa fünf Prozent steigen, der Stromverbrauch allerdings um deutlich mehr. Während die Hersteller zwar immer effizientere Prozessoren verbauen, steigt die Nachfrage nach extrem hochauflösenden OLED-Displays und rechenintensiveren und grafisch anspruchsvolleren Apps.

Ausnahmen: iPhone Xr und Samsung Galaxy Note 9

Das iPhone Xr setzt dagegen bekanntlich noch auf einen LCD-Bildschirm … und hält damit bis zu drei Stunden länger durch als das iPhone Xs. Der Akku des Samsung Galaxy Note 9 ist um 700 mAh auf 4000 mAh angewachsen und stellt so seinen Vorgänger in den Schatten. Das neue Huawei Mate 20 Pro hat überhaupt eine 4200 mAh große Batterie verbaut – solche Kapazitäten stellen jedoch potentiell auch eine größere Gefahr dar, wie man bei den explodierenden Note 7 Geräten gesehen hat. 

Bis nicht eine neue Akku-Technologie komplett neue Maßstäbe setzt, werden wir uns nach Meinung vieler Tester noch intensiver mit der Frage beschäftigen müssen: Abstriche in Technologie/Geschwindigkeit oder Akkulaufzeit. Derweil versuchen uns die Hersteller zumindest die Zeit an der Steckdose mit neueren Schnellladetechniken zu verkürzen: So legt Google dem Pixel 3 von Haus aus ein 18-Watt-Netzteil bei. (Nur bei Apple sind es weiterhin 5 Watt).