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Neuer E-Reader: Auf diese 8 Dinge sollte man beim Kauf achten

E-Reader fristen ein Nischendasein. Der Marktanteil elektronischer Bücher bewegt sich in Österreich seit Jahren um die 5 Prozent. Dabei bieten die Lesegeräte gerade in der Urlaubszeit viele Vorteile. Anstatt 5 Bücher in den Koffer zu stopfen, finden Tausende Titel auf einem Gerät Platz, das gerade einmal so groß ist wie ein Taschenbuch und selten mehr als 200 Gramm wiegt.

Auch die Displaytechnologie ist mittlerweile so gut, dass der Vergleich „Lesen wie auf Papier“ nicht unangebracht erscheint. Anders als bei der elektronischen Lektüre auf Tablets oder Smartphones wird man auf den Geräten auch nicht ständig von eintrudelnden Nachrichten abgelenkt. Man kann sich auf das Lesen konzentrieren.

Das Angebot an E-Books ist mittlerweile groß und deckt auch aktuelle Veröffentlichungen weitgehend ab. Darüber hinaus sind elektronische Bücher oft auch billiger als ihre physischen Pendants. Vor allem bei fremdsprachigen Büchern kann der Unterschied beträchtlich sein. Worauf aber soll man beim Kauf eines elektronischen Lesegerätes achten?

Display

Selbst Einsteigergeräte verfügen heute über die augenschonende E-Ink-Carta-Technologie, die auch bei starkem Sonnenlicht eine papierähnliche Leseerfahrung und ausreichende Kontrastwerte zwischen Schwarz- und Weißton ermöglicht. Je nach Gerätepreis variiert die Auflösung von 167 bis 300 ppi, wobei auch die geringere Auflösung gewöhnlich für die Lektüre von belletristischen Texten durchaus ausreicht. Farbige Displays, die sich etwa für Comics oder Bücher mit vielen Bildern empfehlen, sind noch rar und entsprechend teurer.

Geräte werden in Display-Größen zwischen 6 und 10 Zoll angeboten, entsprechen also in etwa der Lesefläche die vom Reclam-Heft bis zum Comic-Heft reicht.

Beleuchtung

Auch günstige Geräte haben bereits ein integriertes Frontlicht, das den Bildschirm mit LED vom Rahmen aus beleuchtet. Für das Lesen im Bett braucht man damit keine Nachttischlampe mehr. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen am Tag macht es sich positiv bemerkbar.

Bei teureren Modellen passt sich die Farbtemperatur über intelligente Beleuchtungsfunktionen automatisch an die Tageszeit an.

Bedienung

Umgeblättert werden kann auf E-Readern bei günstigeren Modellen am Touchscreen, einige Geräte bieten zusätzlich  Umblättertasten an. Das ist von Vorteil, wenn man das Gerät nur mit einer Hand hält.

Unterstützte Dateiformate

Die Frage nach den unterstützten Dateiformaten ist zentral. Amazon setzt mit seinen Kindle-Geräten auf das hauseigene azw-Format. Gängige E-Book-Formate wie EPUB, die von den meisten Händlern angeboten werden, lassen sich auf den Amazon-Readern nicht lesen. Hersteller wie Tolino oder Pocketbook sind hingegen vergleichsweise offen. Bücher im weit verbreiteten EPUB-Format können von verschiedenen Händlern bezogen werden und auch aus öffentlichen Bibliotheken ausgeborgt werden. Von Amazon verkaufte E-Books lassen sich wiederum auf diesen Geräten nicht lesen.

Für das Lesen von PDFs, das von allen großen Herstellern unterstützt wird, empfehlen sich E-Readern nur bedingt. PDF-Dateien passen sich meist nur ungenügend an die Bildschirmgröße an und bei der Anzeige passieren Formatierungsfehler. Am ehesten eignen sich dafür die großformatigeren Geräte von Pocketbook.

Akku

Die Akkus der meisten Geräte halten bei einer täglichen Lektüre von etwa 30 Minuten wochenlang durch. Aufgeladen sind sie innerhalb weniger Stunden.

Verbindung

Um elektronische Bücher auf die Lesegeräte zu bekommen, ist eine Internetverbindung die bequemste Möglichkeit. So gut wie alle Geräte verfügen über WLAN, gegen Aufpreis wird etwa von Amazon auch eine Mobilfunkverbindung angeboten.

Wer auf den Geräten Audiobooks hören will, sollte darauf achten, dass eine Bluetooth-Verbindung für den Kopfhörer vorhanden ist. Denn über Lautsprecher verfügen die Geräte nicht.

Speicherplatz

Gängige Geräte, auch im unteren Preissegment, bieten heute in der Regel 8 GB Speicher und damit genug Platz für Tausende E-Books. Daneben bieten führende Hersteller die Möglichkeit die Titel in der Cloud zu speichern und den Lesefortschritt über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren.

Können auf den Geräten auch Hörbücher abgespielt werden, was etwa bei Kindle-Geräten von Amazon möglich ist, empfehlen sich E-Reader mit größerem Speicherplatz.

Software

Die Software etablierter Hersteller wie Amazon, Pocketbook oder Tolino verfügt über gängige E-Reader-Funktionen wie Notizen, Markierungen, Suche und Wörterbücher. Auch Social-Media-Funktionen zum Teilen von Textausschnitten sind für gewöhnlich vorhanden.

Die Kindle-Software von Amazon punktet noch mit WordWise, das Worterklärungen liefert, was vor allem bei fremdsprachigen Büchern interessant ist. Auch X-Ray, das Charaktere oder Orte in Büchern statistisch aufschlüsselt, findet sich auf den Geräten.

Einige E-Reader sind wasserfest und damit auch für Lesewasserratten geeignet

Empfohlene Modelle in allen Preisklassen

Brauchbare Geräte sind bereits ab 60 Euro erhältlich. Spitzengeräte, die über ein farbiges Display verfügen, Hörbücher abspielen können und über eine Mobilfunkverbindung verfügen, können mehr als 300 Euro kosten.

Einsteiger

Für Einsteiger empfehlen sich günstige Basismodelle. Etwa der Amazon Kindle (aktuell 65 Euro) oder der tolino page2 (89 Euro). Sie verfügen über ein 6-Zoll großes E-Ink-Carta-Display mit integriertem Frontlicht und genug Platz für Tausende Bücher.  

Vielleser

Vielleser sind mit den Modellen Kindle Paperwhite (aktuell 80 Euro) sowie dem Tolino shine 3 und dem Pocketbook Touch Lux 5 mit 6 Zoll großem Bildschirm gut bedient, die um die 120 Euro kosten. Mit Ausnahme des Kindle verfügen sie über ein intelligentes Frontlicht, das die Farbtemperatur der Tageszeit anpasst.

Luxusmodelle

Anspruchsvolle Nutzer werden mit dem Kindle Oasis (ab 230 Euro) und dem Tolino Epos 2 (239 Euro), die über 7 bzw. 8 Zoll große Displays verfügen, zufrieden sein. Sie sind auch wasserfest. Comics lassen sich auf dem Pocketbook InkPad Color Moon Silver (299 Euro) gut lesen.

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Patrick Dax

pdax

Kommt aus dem Team der “alten” ORF-Futurezone. Beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Innovationen, Start-ups, Urheberrecht, Netzpolitik und Medien. Kinder und Tiere behandelt er gut.

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