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28.05.2015

Google zeigt neues Android M

Am Donnerstag hat Google im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz I/O einen ersten Vorgeschmack auf die neue Android-Version gegeben und zeigte auch neue Funktionen von Android Wear.

Google hat sich heuer für seine Hausmesse I/O einiges vorgenommen. Den Livestream ist beendet, eine Aufzeichnung der Keynote gibt es hier:

Am Donnerstag startete Google mit der Eröffnungskeynote seine diesjährige Entwicklerkonferenz I/O. Den Anfang machte Google Produktchef Sundar Pichai, der über Android sprach und dabei sowohl Smartphones als auch Wearables wie Smartwatches und außerdem Android TV und den Streaming-Stick Chromecast ansprach.

„Das ist der Moment für Mobile und für Smartphones“, sagte Pichai. Derzeit gibt es laut Pichai rund 4.000 verschiedene Smartphones mit Googles Betriebssystem, acht von zehn neue Smartphones laufen mit Android. Nun bringt Google einen Vorgeschmack auf die neue Android-Version, die den Codenamen „M“ trägt. Welche Süßigkeit sich dahinter verbirgt, ist allerdings noch unklar.

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Neue Funktionen

Google-Manager Dave Burke gab einen ersten Einblick darin, was Android M können wird. Einer der zentralen Punkte ist das neue Permission-Management. Nutzer können nun einfach bestimmen, auf welche Funktionen und Daten eine App Zugriff hat. Abgefragt wird das beim ersten Start einer neu installierten Applikation. Installiert der Nutzer etwa WhatsApp, wird er beim ersten Start gefragt, ob die App Zugriff auf das Mikrofon haben darf. Stimmt er dem zu, wird die Einstellung gespeichert und kann im Nachhinein wahlweise geändert werden.

Neues gibt es auch beim Browser Chrome sowie im WebView, das in Apps integriert werden kann. Nutzt eine App WebView, nutzt man dort dieselbe Engine wie im normalen Chrome-Browser. Das hat den Vorteil, dass man auch im WebView der Apps Zugriff auf seine gespeicherten Passwörter, Auto-Fill-Vorlagen hat und die individuell festgelegten Einstellungen integriert werden.

Eine weitere Neuerung in Android M ist auch, wie Apps miteinander verknüpft werden können. Apps können direkt zu anderen Apps verlinken, ohne, dass der Nutzer gefragt wird, mit welcher App der jeweilige Link geöffnet werden soll. Ein Link zu Twitter öffnet in Zukunft also automatisch die Twitter-App, ohne dass der Anwender das in einem entsprechenden Dialog so einstellt.

Android M soll ab sofort für Entwickler als Testversion verfügbar sein. Die finale Version soll im dritten Quartal 2015 veröffentlicht werden.

Android Pay

Neue Details gab es auch zu Googles Zahlungs-Service Android Pay zu erfahren. Mit dem Dienst können Nutzer per NFC in Shops zahlen, die das Service unterstützen. Genutzt werden kann es mit verschiedenen Kreditkarten an 700.000 verschiedenen Standorten. Eine Verifizierung kann wahlweise auch per Fingerabdruck erfolgen, sofern das jeweilige Endgerät das unterstützt.

Mehr Akku

Mit einem neuen Feature namens Doze will Google außerdem das leidige Akku-Problem angehen. Das Feature funktioniert mit Bewegungserkennung. Wenn das Handy oder Tablet nicht bewegt wird, werden energiefressende Apps gestoppt. Wichtige Benachrichtigungen wie Wecker oder SMS-Nachrichten werden dabei aber dennoch zugestellt.

Android M unterstützt außerdem den neuen USB-C-Standard. Außerdem wurde die Bedienung optimiert, so wurde die Copy&Paste-Funktion überarbeitet sowie einige andere Alltagsfunktionen.

Android Wear

Auch beim Wearable-Betriebssystem Android Wear gab es einige Neuigkeiten zu berichten. So wird es in Zukunft einige neue Funktionen und Apps auf den Smartwatches geben. Man wird etwa ein Uber-Taxi direkt vom Handgelenk aus rufen können oder mit der Ford-App sehen, wo man sein Auto geparkt hat. Abgesehen davon hat Google in erster Linie die Features nochmal präsentiert, die bereits mit dem letzten Update publik geworden sind.

Brillo

Wie erwartet hat Google mitBrilloauch ein eigenes Betriebssystem für Internet-of-Things-Anwendungen vorgestellt. Brillo ist dabei gleichzeitig so schlank, dass sie auch auf schwacher, energiesparender Hardware läuft. Angesprochen wurde im Rahmen der Keynote auch Weave. Die Software ermöglicht es, dass verschiedenen Geräten untereinander per WLAN oder Bluetooth miteinander kommunizieren.

Eine Basis-API soll dafür sorgen, dass man verschiedenste Haushaltsgeräte ansprechen kann. Eine Vorab-Version für Entwickler von Brillo soll im dritten Quartal 2015 erscheinen.

Google Now

Ausgebaut wird auch Googles Software Google Now, die aktuelle Informationen genau dann einblenden soll, wenn man sie braucht. In verschiedenen Situationen brauche man verschiedene Dinge. Je besser Google diesen Kontext versteht, desto besser sind die Infos, die man dazu geliefert bekommt. Dadurch kann es Google Now auch gute Antworten liefern und richtige Aktionen setzen. Wenn man etwa am Flughafen landet, soll Google Now in Zukunft die Möglichkeit bieten, automatisch ein Uber-Taxi zu bestellen.

Mit Now On Tap soll Google Now außerdem in Zukunft prominenter in das System integriert werden. Die Funktion wird erstmals in Android M integriert sein. So erkennt Android in Zukunft den Kontext, in dem man sich gerade befindet. Als Beispiel brachte Google, dass man in der Musik-App gerade Skrillex hört und dann fragen kann: „Wie ist sein richtiger Name?“. Da das Handy weiß, dass man gerade Skrillex hört, liefert es genau diesen Namen. Ein anderes Beispiel ist, dass man gerade ein E-Mail liest, in dem ein bestimmter Film erwähnt wird. In diesem Fall soll Google Now mit einem Tastendruck Informationen zu genau diesem Film liefern.

Photos und Offline Maps

Wie ebenfalls schon im Vorhinein durchgesickert war, hat Google seinen neuen Dienst Photos vorgestellt. Dabei wird die Foto-Funktion aus Google+ ausgegliedert und als eigenständiges Produkt mit neuen Funktionen präsentiert.

Wie Google im Rahmen der Keynote betont, will man die Bedienung von Android auch dann verbessern, wenn man lediglich über eine instabile Internetverbindung verfügt. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern ist das ein häufiges Problem für die Nutzer. Aus diesem Grund will man die Offline-Funktionalität der hauseigenen Apps verbessern, besonders bei Maps. In Zukunft wird es möglich sein, auch ohne Internetverbindung Orte zu suchen und auch die Navigationsfunktion zu nutzen. Starten soll Maps Offline im Laufe diesen Jahres.

Google Play

Auch Google Play soll überarbeitet werden, damit Entwickler besser ihre Apps präsentieren können und Nutzer die Inhalte einfacher finden können. Besonderen Fokus legt man dabei auf familienfreundlichen Content. Mit dem neu eingeführten „Family Star“ sollen familienfreundliche Inhalte gekennzeichnet werden, damit sich auch Kinder sicher im Android-Universum bewegen können.

Cardboard

Auch Googles Cardboard erscheint demnächst in einer neuen Version. Die neue Variante ist nun auch mit großen Smartphones jenseits sechs Zoll Displaydiagonale sowie mit Apples iPhones kompatibel. Außerdem hat Google gemeinsam mit dem Actioncam-Spezialisten GoPro eine spezielle Halterung entworfen, mit der man 360-Grad-Videos aufnehmen kann.