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Warum Intel ein geheimes Lager mit 10 Jahre alten CPUs hat

Der Chip-Hersteller Intel beherbergt in einem "geheimen Lagerhaus" – wie das Wall Street Journal es nennt – tausende alte Prozessoren, Mainboards und RAM-Module. Das Lager befindet sich in Costa Rica –  den genauen Standort nennt der Konzern nicht.

Jedenfalls will der Chip-Hersteller die dort gelagerte Hardware auf Bugs und Sicherheitslücken untersuchen. Tests und Use-Case-Analysen finden dabei in einem Labor im kalifornischen Santa Clara mit 100.000 Mitarbeiter*innen statt. Die technologischen Geräte sollen durch Remote-Zugriff getestet und mögliche Fehler nachgestellt werden.

Ausbau der Anlage geplant

Konkret sind im geheimen Lagerhaus 3.000 Hard- und Softwareprodukte der vergangenen 10 Jahre gelagert. Wöchentlich sollen 50 neue Geräte eingelagert werden. Da sich das Sortiment stetig vergrößern wird, will Intel auch die Anlage von 1.300 auf 2.500 Quadratmeter ausbauen. Mit einer solchen Vergrößerung könnten in der Folge 6.000 Produkte eingelagert werden.

Der Grund für dieses Lager mit der sogenannten Legacy-Hardware: Oft werden Sicherheitslücken und Bugs in Hardware erst Jahre nach der Veröffentlichung entdeckt. In einigen Fällen vergeht so viel Zeit, dass Intel die betroffene Hardware nicht mehr produziert. Bei Kund*innen, insbesondere bei Unternehmen, werden ältere Prozessoren und Co. aber noch genutzt, weshalb diese anfällig für Hackerangriffe sind. Um solche Sicherheitslücken untersuchen zu können und Lösungen dafür zu finden, muss also die alte Hardware sicher gelagert werden.

Laut Intel seien auch Sandy-Bridge-Mikroprozessoren und Ivy-Bridge-CPUs eingelagert. Diese habe Intel auf eBay gebraucht kaufen müssen, zumal selbst der Hersteller nicht mehr darüber verfügt habe, wie der Intel-Chef für Produktsicherheit Mohsen Fazlian erklärt hat.

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