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Intel blamiert sich mit Anti-Apple-Werbespot

„Nur noch zum Fremdschämen“, „mir fällt vor lauter Zähneknirschen das Gebiss raus“ und „ich kauf mir jetzt nen AMD“: Das sind einige der Reaktionen auf Intels neuestes Anti-Apple-Video.

Auf YouTube hat der 4-minütige Werbeclip derzeit 2.900 Daumen nach oben und 5.900 Daumen nach unten. Und wenn man es gesehen hat, fragt man sich: Mussten hier 2.900 Intel-Mitarbeiter*innen abstimmen, um die Zahlen zu schönen?

Das Video heißt „Breaking the Spell: Social Experiment”, grob übersetzt: „Den Fluch brechen: ein soziales Experiment.“ Ein paar „normale“ Apple-User*innen wurden eingeladen, um sich neue Innovationen anzusehen – die vermeintlich von Apple stammen.

Alle Personen berichten riesige Apple-Fans zu sein. Dann wird ihnen als neue Technologie ein Notebook gezeigt, bei dem man selbst RAM tauschen kann. „Ich will das haben, dann kann ich endlich wieder selbst diese Dinge machen“ und „Wow!“ sind die Reaktionen. Danach wird angepriesen, dass man über 57.000 Spiele spielen kann. „Ich erkenne ein paar davon, die kann ich definitiv nicht auf meinem Computer spielen.“

"Wenn du Apples Fluch brichst, wird die Wahl klar"

Und dann kommt das Killer-Argument: Die Befragten wünschen sich einen Touchscreen für ihr Notebook. Als ihnen ein 13-Zoll-Convertible gezeigt wird, sind sie völlig hinüber: „Ich brauche dann kein iPad mehr!“ und „Ich würde das nie wieder aus der Hand geben!“

Zum krönenden Abschluss öffnet sich eine Tür zu einem Showroom, mit den Worten des Moderators: „Was, wenn ich dir sage, dass es alle diese Technologien bereits jetzt gibt?“ Den Befragten fallen vor Begeisterung fast die Augen heraus, als sie einen Gaming-PC und ein paar Windows-Notebooks sehen. „Ich will das haben, ich habe meine Bankomatkarte mitgenommen“, sagt eine. „Wenn du Apples Fluch brichst, wird die Wahl klar“, ist noch am Schluss zu lesen.

Intel hält anscheinend nichts von Apple-User*innen, will aber ihr Geld

Zusammenfassend: Personen, die sich wünschen selbst RAM upgraden zu können, wissen nicht, dass so etwas wie ein Convertible existiert. Und Leute, die ein Thumbnail auf einen 3 Meter entfernten Bildschirm als ein bestimmtes Spiel erkennen, sind überrascht, wie ein Gaming-Standrechner aussieht.

Wenn es nach Intel geht, sind Apple-User*innen also völlig verblendet, aber „intelligent“ genug, um zu wissen was sie nicht haben und doch wollen – oder so ähnlich. Vielleicht sollte Intel überdenken, ob man die potenziellen Kund*innen wirklich zum Überlaufen bewegen kann, indem man sie beleidigt.

Schon in der Vergangenheit hat Intel kein Geschick bei seinen Werbungen bewiesen. Im März verglich der „echte“ Justin begeistert Intel-Notebooks mit Macs. Beim Intel-Notebook ist das Zweit-Display so schlecht digital eingefügt, dass ein Teil von Justins Hand überlagert wird. Diese Szene ist bei Sekunde 16 zu sehen.

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