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24.07.2018

iPhone X ist beim Surfen langsamer als die Android-Konkurrenz

Aktuelle Statistiken zeigen, welche Auswirkungen Apples Streit mit Qualcomm auf die Internetgeschwindigkeit der iPhones hat.

Statistiken des Speedtest-Betreibers Ookla zeigen, dass Android-Smartphones mit Qualcomm-Snapdragon-845-Chipsatz und X20-Modem der Apple-Konkurrenz in Sachen Internetgeschwindigkeit über Mobilfunk deutlich überlegen sind. Demnach sind die Androiden zwischen elf und 192 Prozent schneller als die iPhone-Modelle X, 8 und 7. Beim iPhone X kommt etwa anstatt des X20-Modems ein Intel XMM 7480 zum Einsatz.

Dieser Umstand kommt nicht überraschend, da die Intel-Chips, die Apple nutzt, keine modernen Gigabit-Features unterstützen. Dazu zählen etwa 4x4 MIMO (Multi-Input Multi-Output), 256 QAM Modulation und 4xCA (Carrier Aggregation). Je nach Ausstattung des Mobilfunknetzwerks in der jeweiligen Region kann das Fehlen dieser Funktionen einen deutlichen Geschwindigkeitsunterschied bedeuten.

USA

Die Daten wurden in den USA bei den Netzbetreibern AT&T und T-Mobile erhoben. Bei zweiterem erreichten die Qualcomm-Modems etwa im Mittel 37Mbit/s, das iPhone-X-Modem lediglich 24 Mbit/s. Die Angaben basieren auf über einer Million Geschwindigkeitstests auf  speedtest.net.

Veröffentlicht wurden die Daten von Qualcomm selbst in seinem Firmenblog. Der Chiphersteller befindet sich bereits seit längerem in einem Clinch mit Apple, Hintergrund ist ein Rechtsstreit um Lizenzgebühren. Jener führte dazu, dass Apple so oft wie möglich auf Qualcomm-Chips verzichten will. Bei der aktuellen iPhone-Generation ist nur mehr eine kleine Stückzahl mit entsprechenden Bauteilen ausgestattet. Bei jenen ist Gigabit LTE allerdings deaktiviert, damit Kunden keine Leistungsunterschiede zwischen den Varianten wahrnehmen.