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21.09.2018

iPhone Xs zerlegt: Kleinerer Akku, der anfälliger ist

iFixit hat festgestellt, dass Apple beim iPhone Xs einen „Origami-Akku“ verbaut hat.

Während einige Menschen noch in der Schlange vor den Apple Stores stehen, um das neue iPhone Xs zu kaufen, haben es andere schon zerlegt. iFixit hat sowohl das iPhone Xs, als auch das Xs Max auseinandergenommen. Dabei sind sie auf zwei potenzielle Schwächen gestoßen.

Beim iPhone X ist ein L-förmiger Akku verbaut, der aus zwei Zellen besteht. Beim Nachfolgemodell iPhone Xs besteht dieser L-förmige Akku nur noch aus einer Zelle. Diese Bauform wird auch als Origami-Akku bezeichnet und von Apple seit 2015 im MacBook verwendet. Der Vorteil ist, dass diese Bauform weniger Platz benötigt als ein Akku, der aus zwei Zellen besteht.

Schwächer und anfälliger

Dafür gibt es aber laut iFixit Nachteile. Der Akku hat eine geringere Kapazität. Beim iPhone X hatte der Akku mit zwei Zellen 2716 mAh, beim iPhone Xs sind es jetzt 2659 mAh. Ein zweiter Nachteil sei, dass durch die Extrakanten der Ein-Zellen-Bauweise der Akku mehr belastet wird.

Dies könne etwa dazu führen, dass der Akku schlechter altert, also nach mehrere Monaten Nutzung einen größeren Leistungsverlust hat, als eine Zwei-Zellen-Batterie. Beim iPhone Xs Max wird ein Akku mit Zwei-Zellen-Bauweise verwendet. Dieser hat 3179 mAh.

Glasgehäuse

Wie auch beim iPhone X besteht die Rückseite des Xs aus Glas. Laut iFixit würde schon ein kleiner Sprung reichen, damit das gesamte Gehäuse ausgetauscht werden muss.

Die Reparierbarkeit des iPhone Xs bewertet iFixit mit 6 von 10 Punkten, wobei 10 die Höchstwertung ist. Es wird gelobt, dass das Display getauscht werden kann, ohne die Face-ID-Hardware zu entfernen. Negativ ist hingegen die Nutzung von Schrauben mit nicht gängigen Profilen aufgefallen und das beim Austausch eines gesprungenen Glasgehäuses jede Komponente des Smartphones entfernt werden muss.