Produkte 27.12.2017

Langsame iPhones: Kläger fordern 999 Milliarden Dollar

© Bild: APA/EPA/ANGELO CARCONI

Weil Apple ältere iPhones künstlich drosselte, stehen dem Konzern diverse Sammelklagen ins Haus. Den Vogel abgeschossen hat eine Klägerin, die 999 Milliarden Dollar fordert.

999 Milliarden Dollar Schadenersatz fordert eine Kalifornierin, die zusammen mit ihren Anwälten eine Sammelklage gegen Apple vorgebracht hat. Sie steht damit an der Spitze einer Reihe von Sammelklagen gegen Apple, die dem Konzern bewusste Kundentäuschung, Betrug und unlauteren Wettbewerb vorwerfen. Auf den enormen Betrag von 999 Milliarden Dollar kommt die Klägerin, weil die Drosselung der Geräte dazu führte, dass die an der Sammelklage beteiligten Nutzer alle deswegen neue Geräte kaufen mussten.

Diverse Sammelklagen

Wie viele Klagen tatsächlich anhängig sind, ist mittlerweile unklar. Neben der 999-Milliarden-Dollar-Klage wurde auch im Bundesstaat New York eine Sammelklage eingebracht, die im Vergleich die "moderate" Summe von 100 Millionen Dollar einfordert. Damit dürfte sich die Zahl der Sammelklagen bereits auf 8 oder 9 belaufen - auch in Israel sollen sich Anwälte auf entsprechende Prozesse vorbereiten.

Ein Knackpunkt der zu erwartenden gerichtlichen Auseinandersetzungen dürfte die Frage sein, ob User tatsächlich aufgrund der Leistungseinbußen ein neues Gerät kauften. Kritiker zufolge hätte die Drosselung durch den Austausch der schwachen Akkus nämlich leicht behoben werden können. Da Apple es aber vorzog, die Akkuproblematik zu verschleiern bzw. so im Betriebssystem zu verstecken, dass sie von Usern nicht als solche erkannt werden konnte, täuschte der Konzern seine Kunden - lautet der Vorwurf involvierter Anwälte.

( futurezone ) Erstellt am 27.12.2017