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28.12.2016

Leak: LG verabschiedet sich vom modularen Smartphone

Ein Leak weist darauf hin, dass LG nach nur einer Generation das modulare Smartphone aufgeben könnte. Zudem dürfte das G6 auf einen tauschbaren Akku verzichten.

LG könnte schon bald das Geschäft mit modularen Smartphones aufgeben. Das geht aus geleakten Render-Bildern von OnLeaks hervor, die das kommende Flaggschiff G6 zeigen sollen. Diese setzen auf ein ähnliches Design wie das G5, verzichten aber auf die modulare Bauweise. Beim LG G5 konnte das Smartphone mit sogenannten "Friends"-Modulen umgebaut werden.

So war es beispielsweise möglich, einen Kameragriff oder einen größeren Akku zu verbauen. Die Idee wurde von der Fachpresse mit großer Begeisterung aufgenommen, die Umsetzung hingegen weniger. Auch Dritthersteller waren nicht überzeugt, weswegen, abgesehen von den drei offiziellen Modulen, bis heute kein Zubehör für das G5 vorgestellt wurde.

Aus für tauschbaren Akku

Das Smartphone-Flaggschiff entpuppte sich auch nicht als die erhoffte starke Konkurrenz zu Samsungs Galaxy S7. LGs Smartphone-Sparte musste aufgrund von "schwachen Verkaufszahlen des G5" allein im dritten Quartal einen Verlust von 381 Millionen US-Dollar verbuchen.

Das G6 soll auf einen Unibody-Metallrahmen setzen, der aus einem "stark reflektierenden metallischen Material" besteht. Eine Neuerung für die G-Reihe: Das Smartphone dürfte erstmals keinen wechselbaren Akku haben. Damit gäbe es aktuell keine Flaggschiff-Modelle mehr, deren Akku sich tauschen lässt. iFixit kürte das G5 erst kürzlich zum am besten reparierbaren Smartphone 2016.

Aus für modulare Smartphones

Der Trend zu modularen Smartphones hat in den vergangenen Monaten etwas nachgelassen. So legte Google sein ehrgeiziges Project Ara vorerst auf Eis, die bislang entwickelte Technologie soll allerdings an Dritthersteller lizenziert werden. Motorola präsentierte zudem mit dem Moto Z ein Smartphone, das über magnetische Module funktional erweitert werden kann, beispielsweise um mit einem Zusatz-Akku oder einem Beamer ausgestattet zu werden. Fairphone setzt bei seinem aktuellen Fairphone 2 auf eine modulare Bauweise, um die Reparierbarkeit des Smartphones zu verbessern. So kann beispielsweise der Bildschirm relativ einfach getauscht werden.