Produkte 18.07.2016

Microsoft verfehlt ehrgeiziges Windows-10-Ziel

© Bild: REUTERS/ROBERT GALBRAITH

Das aktuelle Microsoft-Betriebssystem soll bis Mitte 2018 auf einer Milliarde Geräten installiert sein. Doch nun gibt selbst Microsoft das hoch gesteckte Ziel auf.

Der Softwarekonzern Microsoft hat sein selbst gestecktes Ziel von einer Milliarde monatlich aktiven Windows-10-Geräten aufgegeben. Ursprünglich wollte der Konzern diese Hausmarke bis Mitte 2018 erreichen, doch die Ergebnisse entsprechen nicht den Erwartungen von Microsoft. Bislang zählt Windows 10 derzeit mehr als 350 Millionen Nutzer, die das Betriebssystem zumindest einmal im Monat verwenden.

Windows Phone weit unter Erwartungen

Ein Windows-Sprecher betont gegenüber ZDNet: "Wir sind mit unserem bisherigen Fortschritt zufrieden, durch den Fokus auf das Geschäft mit Smartphone-Hardware werden wir wohl länger als bis 2018 brauchen, um das Ziel von einer Milliarde aktiver Geräte pro Monat zu erreichen." Windows-Chef Terry Myerson gab das Ziel 2015 im Rahmen der Entwicklerkonferenz Build aus. Dabei betonte er, dass Windows 10 auf allen erdenklichen Plattformen landen werde, sei es nun PC, Laptop, Xbox oder Windows Phone.

Insbesondere die Windows-Phone-Sparte enttäuschte, im ersten Quartal wurden nur 2,4 Millionen Microsoft-Smartphones verkauft. Auch Windows 10 Mobile brachte nicht die erhofften Verbesserungen, der Marktanteil brach stark ein. Mittlerweile zählt Microsofts Smartphone-Betriebssystem nur mehr einen Marktanteil von unter einem Prozent. Der Konzern will zwar weiterhin an Windows 10 Mobile arbeiten, die Sparte soll sich aber auf den Business-Einsatz konzentrieren.

Aggressive Updates

Auch die aggressive Upgrade-Politik half Microsoft offenbar nicht dabei, das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Mit mehreren fragwürdigen Methoden, beispielsweise verwirrend gestalteten Update-Aufforderungen, wollte der Konzern Windows-7- und Windows-8-Nutzer vom kostenlosen Upgrade überzeugen. Das kostenlose Upgrade ist noch bis zum 29. Juli möglich, danach werden zumindest 135 Euro für die Lizenz fällig.

( futurezone ) Erstellt am 18.07.2016