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28.03.2018

Nach Datengau: Facebook verschiebt mitlauschende Lautsprecher

Facebook bringt wegen der Datenaffäre vorerst keine Lautsprecher mit Sprachassistenz wie Siri oder Alexa auf den Markt.

Auf Facebooks Entwicklerkonferenz Anfang Mai hätten sie vorgestellt werden sollen - angesichts des Datenskandals, der dem Konzern über den Kopf zu wachsen droht, wurden sie nun verschoben: Die Rede ist von Facebooks smarten Lautsprecher, mit dem das soziale Netzwerk Amazon, Google und Apple Konkurrenz machen wollte. Wie seine Rivalen soll Facebook einen eigenen digitalen Assistenten entwickelt haben, der in Interaktion mit dem User Informationen aufbereiten soll. Weitere Services wie Videochats und Gesichtserkennung waren geplant.

Datenmissbrauch schlechte Voraussetzung

Wie mit den Plänen vertraute Personen mitteilten, wolle man das Konzept einer genauen Prüfung unterziehen und sicherstellen, dass die Verwendung von Userdaten und persönlichen Informationen im richtigen Verhältnis zum Nutzen der Facebook-User stehe. Die Hardware hätte erst im Herbst auf dem Markt verfügbar sein sollen. Angesichts des nun aufgeflogenen Datenmissbrauchs dürfte wohl nicht der richtige Zeitpunkt sein, um Nutzern ein Gerät zu präsentieren, dass Tag und Nacht online ist und in die Wohnungen und Häuser von Facebook-Usern hineinlauscht.