Produkte 29.01.2018

Samsung Galaxy S9: Alles, was wir bis jetzt wissen

© Bild: Samsung

Obwohl das neue Samsung-Smartphone erst am 25. Februar offiziell vorgestellt wird, sind bereits viele Details an die Öffentlichkeit durchgesickert.

Am 25. Februar um 18 Uhr wird Samsung im Rahmen eines Unpacked-Events sein neues Top-Smartphone Galaxy S9 vorstellen. Abgesehen davon sind nur wenige gesicherte Informationen bekannt. Dennoch gibt es eine Reihe von Gerüchten und Leaks, die bereits einen Eindruck vom neuen Smartphone vermitteln. Die futurezone fasst die neuesten Informationen zusammen.

Geleaktes Foto vom Samsung Galaxy S9 und S9+ © Bild: VentureBeat

Neben technischen Daten, Beschreibungen und dem Tag der offiziellen Vorstellung, sind nun auch Fotos der Smartphones aufgetaucht. Wie erwartet sehen das S9 und S9+ von vorne nahezu genauso aus wie die Vorgängermodelle S8 und S8+. Auf dem Foto ist ebenfalls gut zu erkennen, dass die ungeliebte Bixby-Taste an der linken Seite wieder vorhanden ist. An der Rückseite ist zu sehen, dass das S9+ eine Doppelkamera hat. Bei beiden Smartphones ist der Fingerabdruckscanner nicht mehr neben der Kamera, sondern zentriert darunter, wodurch er leichter erreichbar sein sollte.

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Kamera

Als relativ gesichert gilt, dass das S9 einen großen Fokus auf die Kamera-Features legen wird. So geht aus einem geleakten Foto einer S9-Verpackung hervor, dass die Kamera weiterhin mit zwölf Megapixeln auflösen wird. Auf dieser waren auch zwei verschiedene Blendengrößen – f/1.5 und f/2.4 – vermerkt. Bislang wurde vermutet, dass es sich dabei um eine Dual-Kamera, ähnlich wie bei Apple, LG und Huawei, handeln dürfte. Auf geleakten Bildern ist aber zu sehen, dass nur das größere Modell S9+ eine Doppelkamera hat.

Dies könnte bedeuten, dass die Kamera des S9, wie bei einer herkömmlichen Kamera, die Blende anpassen kann. Ein ähnliches Feature war bereits in Samsungs Klapp-Smartphone W2018 verbaut. Die Blende passt sich dann an die Lichtbedingungen an. Bei schlechten Lichtbedingungen wird eine große Blende (f/1.5) gewählt, bei besserem Licht könnte man mit der kleineren Blende schärfere Fotos schießen.

Des Weiteren geht aus dem geleakten Foto und einem Samsung-Teaser-Video hervor, dass die Kamera künftig „Super Slow-mo“-Aufnahmen anfertigen kann. Das soll auch dank dem neuen SoC Exynos 9810 möglich sein, der bei 4K-Auflösung Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde anfertigen kann. Bei 1080p (Full HD) sind sogar bis zu 1000 Bilder pro Sekunde möglich. Bei der Frontkamera dürfte es unterdessen keine Veränderungen geben, diese wird dem Leak zufolge mit acht Megapixeln auflösen.

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Wie beim iPhone hat das größere S9, das S9+, eine bessere Kamera. Diese soll über eine größere maximale Blende (f/1.4 statt f/1.5) sowie eine zweite Linse verfügen. Samsung dürfte, wie schon beim Galaxy Note 8, die zweite Kamera nutzen, um „optischen Zoom“ zu ermöglichen. Außerdem werden Bokeh-Effekte möglich.

Die Frontkamera wird beim S9 und S9+ besser als bei den Vorgängermodellen sein. Sie soll jetzt Gesichter besser erkennen, was ein präziseres Entsperren per Gesichtserkennung erlaubt. Außerdem wird es möglich sein die Mimik auf Emojis zu übertragen, um diese in Messenger-Apps zu verschicken. Samsung hat diese Funktion in einem Teaser-Video angedeutet.

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Chip

Ebenfalls bekannt ist zudem der System-on-a-Chip (SoC), der im Galaxy S9 Verwendung finden wird. Der von Samsung gefertigte Exynos 9810 verfügt über einen mit bis zu 2,9 GHz getakteten Octacore-Prozessor, der doppelt so schnelle Singlecore- und bis zu 40 Prozent mehr Multicore-Performance als sein Vorgänger liefern soll. Zudem werden LTE Cat18 (bis zu 1,2 Gbps im Download, 200 Mbps beim Upload möglich) sowie die Videoformate VP9 und HEVC 10-Bit unterstützt. Wie Huaweis NPU soll der Chip zudem dank Machine Learning schneller Objekte und Personen in Bildern und Videos erkennen können. Diese Technologie soll, zusammen mit der verbesserten Frontkamera, dafür sorgen, dass die Gesichtserkennung präziser ist. In den USA muss man sich weiterhin mit einem Qualcomm-SoC zufriedengeben, voraussichtlich dem neuen Spitzenmodell Snapdragon 845.

Samsung Galaxy S9
© Bild: Samsung

Hardware

Unklar ist, wie die restliche Hardware-Ausstattung aussehen wird. Glaubt man der geleakten Verpackung, wird das Smartphone weiterhin über eine IP68-Zertifizierung (wasser- und staubdicht), vier bzw. sechs Gigabyte Arbeitsspeicher (S9/S9+), wahlweise 64, 128 oder 256 Gigabyte Speicher sowie die Möglichkeit des drahtlosen Ladens verfügen. Auch die Akku-Kapazität soll mit 3000 bzw. 3500 mAh gleich bleiben. Neu hinzugekommen sind Stereo-Lautsprecher mit AKG-Technologie. Zudem sollen sich AKG-Kopfhörer im Lieferumfang befinden.

Samsung Galaxy S9+
© Bild: Samsung

Display

Das Display soll, wie auch das Design, nahezu unverändert bleiben. Die Diagonale des gebogenen „rahmenlosen“ Displays soll mit 5,77 bzw. 6,22 Zoll ident zum Vorgänger sein. Dabei könnte eine neue Display-Technologie von Samsung Display zum Einsatz kommen. Bei den sogenannten Y-OCTA-Panels ist der Touchscreen bereits direkt im Display verbaut, sodass dieser deutlich dünner und flexibler verbaut werden kann.

Die Gerüchte über einen Fingerabdruck-Scanner auf der Bildschirmoberfläche dürften sich nicht bewahrheiten, da die geleakten Fotos einen Fingerabdruckscanner auf der Rückseite der Geräte zeigen.

Verkaufsstart und Preise

Laut Evan Blass sollen die Vorbestellungen für das Smartphone bereits am 1. März, wenige Tage nach der Präsentation, starten. Der offizielle Verkaufsstart sei für den 16. März geplant. Damit wäre das Smartphone rund drei Wochen nach Ankündigung bereits im Handel erhältlich. Ein enger Zeitplan, der aber durchaus realistisch erscheint. Laut aktuellen Leaks werden die Geräte teurer als die Vorgängermodelle. Diese waren zum Marktstart für 799 bzw. 899 Euro erhältlich (S8 und S8 Plus). Das S9 soll mindestens 899 Euro kosten, das S9+ 999 Euro.

( futurezone ) Erstellt am 29.01.2018