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United Airlines kauft Flugtaxis um 1 Milliarde Dollar

Der Hype um Flugtaxis ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zwar stark abgeflaut, diverse Konzerne setzen aber weiterhin auf die fliegenden Kleinmaschinen. Wie die amerikanische Fluglinie United Airlines vor kurzem bekanntgab, hat sie 1 Milliarde Dollar in die Hand genommen, um beim kalifornischen Start-up Archer 200 Flugtaxis zu bestellen. Diese nach erfolgter Zulassung durch US-Behörden ab 2024 ausgeliefert werden.

Auch Stellantis mit von der Partie

Geld hat das Start-up auch vom Autokonzern Stellantis eingesammelt, das zur Entwicklung des Carbonfaser-Gehäuses des Fluggeräts beitragen soll. Archers erstes Flugtaxi ist für eine Reichweite von 100 Kilometer und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h vorgesehen und soll rein akkubetrieben funktionieren. Die erste Version soll von Piloten geflogen werden, zu einem späteren Zeitpunkt könnten die Flugtaxis aber auch selbstständig fliegen.

Während bisher vor allem Kurzstreckenflüge in Städten diskutiert wurden, lenkt die Investition durch United Airlines den Fokus auf Flughafen-Zubringer. So könnte man in der Nähe von Großstädten Sammelplätze schaffen, die mit dem Auto oder öffentlichem Verkehr leicht erreicht werden können. Von diesen werden die Fluggäste dann auch in die oft außerhalb der Stadt liegenden Flughäfen geflogen. Entfernungen von bis zu 50 Kilomter könnten so in wenigen Minuten zurückgelegt werden.

Leiser und billiger

Im Gegensatz zu Hubschraubern sollen die neuen Leichtfluggeräte deutlich leiser und günstiger unterwegs sein. Archer etwa rechnet damit, dass Flugtaxis künftig so günstig wie eine normale Taxi- bzw. Uber-Fahrt sein werden. Uber sieht das mittlerweile wohl anders oder glaubt, dass die Zeit noch nicht reif ist. Es stellte seine Aktivitäten in diesem Bereich bereits im Dezember des Vorjahres ein.

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Martin Stepanek

martinjan

Erste Computer-Begegnung: Macintosh 128k (1984). Erster eigener Computer: Atari 520ST. Wissenschaftsverliebt. Alte-Musik-Sänger im Vienna Vocal Consort. Mag gute Serien. Und Wien.

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