50th Anniversary of Landing A Man On The Moon

© EPA / MICHAEL COLLINS/NASA HANDOUT

Science
03/19/2020

Astronauten könnten am Mond per GPS navigieren

Mit Signalen von Navigationssatelliten im Erdorbit kann man sich auch am Mond gut zurechtfinden, fanden Forscher heraus.

Ein Forscherteam der NASA hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob Satellitennavigationssysteme wie GPS, Galileo, Beidou oder Glonass für die Navigation am Mond verwendet werden können. Trotz der Distand von rund 385.000 Kilometer zwischen Erde und Mond lautet die Antwort überraschenderweise: Ja. Kar-Ming Cheung und Charles Lee vom Jet Propulsion Laboratory untersuchten die Position von 81 Satelliten (GPS, Galileo und Glonass) und ihre Signalstärke.

Signal ausreichend stark

Obwohl die Antennen der Satelliten auf die Erde gerichtet sind, strahlen ihre Signale in den Weltraum ab. Beim Mond könnte man zu jeder Zeit ausreichend starke Signal von fünf bis 13 Satelliten empfangen. Damit man selbst in tiefen Kratern nahe den Polen des Mondes Empfang hat, sei aber ein Relais im Mondorbit notwendig. Die Forscher schlagen den Einsatz von zwei Satelliten vor. Einer davon könnte der bereits um den Mond kreisende Lunar Reconnaissance Orbiter sein. Der andere sei relativ einfach und vergleichsweise günstig zu konstruieren.

Kostengünstige Lösung

Die Entdeckung, dass man am Mond mit Hilfe von Navigationssatelliten um die Erde navigieren kann, kann Navigation am Mond zu relativ geringem finanziellen Aufwand ermöglichen, betonen die Forscher laut IEEE Spectrum. Möglicherweise profitieren bereits die Astronauten davon, die im Rahmen des Artemis-Programms der NASA bis 2024 am Mond landen sollen.