© ESA / ATG medialab

Science
02/11/2020

Cheops schickt das erste Bild zur Erde

Die Aufnahme ist laut den Forschern "besser als erwartet". Dass sie unscharf erscheint, hat einen Grund.

Seit Dezember vergangenen Jahres umkreist das Weltraumteleskop CHEOPS (CHaracterizing ExOPlanets Satellite) die Erde. Forscher erhoffen sich dadurch unter anderem neue Informationen zu Exoplaneten. Das sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Nun schickte das Teleskop seine ersten Bilder. Und sie sind besser als erwartet, wie die Universität Bern in einer Presseaussendung erklärt. Das dortige Center for Space and Habitability ist hauptverantwortlich für die Mission.

Im Zentrum der Aufnahme befindet sich ein Stern im Sternbild Krebs, der 150 Lichtjahre von uns entfernt ist.

Funktionstest

Das Wichtigste an der Aufnahme ist, dass die Forscher dadurch wissen, dass das Teleskop richtig arbeitet.

„Als die ersten Bilder eines Sternenfelds auf dem Bildschirm erschienen, war allen sofort klar: Das Teleskop funktioniert“, freut sich Willy Benz, Astrophysikprofessor an der Universität Bern und Hauptverantwortlicher des CHEOPS-Konsortiums.

Warum unscharf

Dass das Bild nicht scharf erscheint hat den Forschern zufolge den Grund, dass das Licht über viele Pixel verteilt ist. „Die gute Nachricht ist, dass die empfangenen, unscharfen Bilder noch glatter und symmetrischer sind, als wir aufgrund von Messungen im Labor erwartet haben“, so Benz.

Durch die hohe Präzision können kleine Veränderungen in der Helligkeit von Sternen ausserhalb unseres Sonnensystems registriert werden. Das wiederum erlaubt es unter anderem die Größe von Planeten exakt zu bestimmen.

In den nächsten Monaten soll CHEOPS weiter getestet werden. Laut den Forschern lassen die ersten Ergebnisse bereits „viel Gutes“ erahnen.