Science 16.03.2018

China bestätigt Tests von Railgun auf Schiff

Eine chinesische Rüstungs-Forscherin wurde für ihre Arbeit an der Railgun ausgezeichnet.

Anfang Februar machten Fotos die Runde, die ein neuartiges Geschütz auf einem Landungsschiff der chinesischen Marine zeigen. Aufgrund der Form wurde angenommen, dass es sich dabei um eine Railgun handelt. Kritiker bezweifelten dies, da die USA bisher daran gescheitert sind, diese Waffe seetüchtig zu machen.

Jetzt hat China indirekt bestätigt, dass es tatsächlich eine Railgun war, die getestet wurde. Wie Globaltimes berichtet, hat die chinesische Marine bekannt gegeben, dass eine führende Wissenschaftlerin für ihre aktuellen Verdienste ausgezeichnet wurde.

Diese arbeitet derzeit an „electromagnetic launching technology“. Sie habe es jetzt geschafft, nach mehreren hundert Fehlschlägen und über 50.000 Tests, das weltweit größte „repeating power supply system“ zu entwickeln.

Antriebssystem

Laut chinesischen Militärexperten handelt es sich dabei um das Antriebssystem der Railgun. Dieses ist dafür zuständig, dass die Railgun eine stabile und kontinuierliche Energieversorgung erhält. Die US-Marine soll derzeit angeblich Probleme haben, dieses Antriebssystem weiterzuentwickeln, weshalb eine Railgun bisher nur an Land und nicht auf einem Schiff getestet wurde.

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Bei einer Railgun wird ein elektromagnetisches Feld zwischen zwei Schienen erzeugt. Ein leitfähiges Metall dient als eine Art Schlitten, dass durch das Magnetfeld beschleunigt wird und ein Projektil mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit aus dem Rohr katapultiert. Der Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Geschütz ist nicht nur die hohe Geschwindigkeit des Geschoßes, sondern dass kein explosives Treibmittel mitgeführt werden muss, was Platz und Gewicht spart. Die Stromversorgung der Railgun erfolgt über die Turbinen des Schiffs.

( futurezone ) Erstellt am 16.03.2018