Science
01/11/2018

Die Forschung in Seestadt in Bildern

2016 wurde die ASCR wurde als bestes Smart Project der Welt ausgezeichnet. Die ASCR konnte sich beim Smart City Expo World Congress in Barcelona gegen mehr als 250 Projekte aus 45 Ländern durchsetzen und gewann einen der drei World Smart City Awards.  

ASCR geht in die Verlängerung. v.l.n.r.: Michael Strebl, Geschäftsführer Wien Energie, Peter Weinelt, Generaldirektor-Stellvertreter Wiener Stadtwerke, Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, Wolfgang Hesoun, Siemens Österreich-Generaldirektor und Thomas Maderbacher, Geschäftsführer Wiener Netze.

Der Campus Seestadt, Wiens größter Bildungscampus, ist dank der technischen Infrastruktur der ASCR ein wärmeautarkes Gebäude. Die Energieerzeugung erfolgt durch Solarthermie- und Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Eine Besonderheit dieses Gebäudes ist, dass der Abluft, die durch Menschen und technische Geräte erwärmt wurde, Wärme entzogen wird. Die Wärmerückgewinnung im Bildungscampus spart 195 MWh/Jahr, das entspricht einer finanziellen Einsparung von ca. 10.000 Euro pro Jahr.  

Wesentlich für das Projekt ist auch die Interaktion mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Seestadt. 111 Haushalte haben sich entschieden, aktiv am Forschungsprojekt teilzunehmen. Sie haben die Möglichkeit, mit einer eigens entwickelten Smart Home Control App ihren Energieverbrauch zu beobachten und aktiv zu steuern. Die Energieerzeugung in der Wohnhausanlage erfolgt durch Solarthermie-, Photovoltaik- und Hybridanlagen (Mischung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen) sowie Wärmepumpen. Der smarte Wohnbau spart im Vergleich zu einer Gaskessel-Heizanlage mehr als 71 % oder knapp 240 t CO2-Emissionen pro Jahr ein.  

Im Studierendenheim GreenHouse hat die ASCR ein intelligentes Gebäude-Energie-Managementsystem (BEMS) implementiert. Es steuert die Energieversorgung des Gebäudes aktiv und übernimmt die Optimierung des Energieverbrauchs. Außerdem kommuniziert das Gebäude bereits mit dem elektrischen Netz, wodurch wertvolle Informationen, wie der prognostizierte Stromverbrauch, ausgetauscht werden.  

Die Photovoltaikanlage mit 738 Hochleistungsmodulen befindet sich am Dach des Öko-Studierendenheims. Sie deckt bei voller Sonneneinstrahlung den gesamten elektrischen Bedarf des Heims. Erzeugt die Photovoltaikanlage mehr Strom als im Gebäude verbraucht wird, kommt der Batteriespeicher zum Tragen. Dieser befindet sich im Untergeschoß des Gebäudes.