Science
26.09.2018

Diese Risiken gehen die ersten Mond-Touristen ein

2023 will SpaceX die ersten Touristen zum Mond schießen. Das ist gefährlich. Wir sagen euch warum.

Ob Elon Musk seinen für 2023 angekündigten touristischen Mondflugtermin tatsächlich einhalten kann, ist ungewiss. Sicher ist, dass der japanische Milliardär Yusaku Maezawa, der als erster Passagier feststeht, und seine Mitreisenden ein hohes Risiko eingehen. Das Weltall ist selbst für äußerst fitte Profiastronauten eine Herausforderung. Nicht nur das Vakuum und die Kälte, die bei technischen Problemen schnell tödlich sein können, müssen bedacht werden.

Da zumindest einige der SpaceX-Touristen schon im fortgeschrittenen Alter sein werden, sind die Voraussetzungen anders. Vorerkrankungen wie Diabetes könnten auf dem Mondausflug problematisch sein. Zudem sind die körperlichen Belastungen während der Beschleunigung und beim Abbremsen enorm. Auf dem SpaceX-Flug wird vor diesem Hintergrund ärztliche Betreuung notwendig sein, die etwa der auf einer Kreuzfahrt entspricht, schreibt engadget.

Medizinische Ausrüstung

Eine Notaufnahme-Ausrüstung, wie sie etwa auf der Internationalen Raumstation vorhanden ist, wird für die Mondtouristen nicht ausreichen. Medizinisches Gerät wie Defibrillatoren müssen möglichst klein, leicht und einfach zu bedienen sein, um für einen Raumflug geeignet zu sein. Hier werden noch einige Instrumente verkleinert und neu designt werden müssen. Auf NASA-Flügen sind keine Defibrillatoren an Bord, weil das Risiko, dass ein gesunder Astronaut einen braucht, als sehr gering eingeschätzt wird.

Die hohen Strahlendosen, denen Menschen im All ausgesetzt sind, stellen ebenfalls ein Problem dar. Auf Flügen zum Mond sollte das durch die vergleichsweise kurze Zeit im All, entsprechende Abschirmung und Vermeidung von Flugzeiten während Sonnenstürmen, aber zu handhaben sein. Bei den bisherigen Mondbesuchern wurde allerdings eine starke Erhöhung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt, was für die älteren Touristen zum Problem werden könnte. Warum das so ist, ist noch nicht abschließend geklärt. Das Krebsrisiko wird durch einen Aufenthalt im All ebenfalls erhöht.