Der erste 3D-Printer im All

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Dragon
09/21/2014

Erstmals 3D-Drucker unterwegs zur Raumstation

Mit eintägiger Verspätung ist der Raumtransporter Dragon mit einem 3D-Drucker, einem Hurrikan-Gerät sowie Mäusen, Fruchtfliegen und Lebensmitteln ins All gestartet.

Mit 24-stündiger Verzögerung hob am Sonntag ein Versorgungsflug des US-Unternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation (ISS) ab. Der unbemannte Raumtransporter Dragon startete um 01.52 Uhr (Ortszeit, 07.52 Uhr MESZ) mit einer Rakete vom Typ Falcon 9 von Cape Canaveral im US-Staat Florida, wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte.

3D-Drucker und Fruchtfliegen

Der eigentlich für Samstag geplante Start war wegen ungünstiger Wetterverhältnisse um 24 Stunden verschoben worden. An Bord des Raumtransporters befinden sich etwa 2.300 Kilogramm Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände für die derzeit sechsköpfige Besatzung der ISS. Neben Mäusen und Fruchtfliegen, mit denen Experimente in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden sollen, ist erstmals auch ein 3D-Drucker mit an Bord, der zukünftig eine wichtige Rolle bei der Ausstattung der Besetzung und geplanten Missionen zu Mond und Mars spielen soll.

Dragon soll die Raumstation am Dienstag erreichen. Es handelt sich um die inzwischen vierte Mission von SpaceX im Auftrag der NASA. Die vergleichsweise kleine Firma SpaceX führt im Auftrag der NASA seit dem Jahr 2012 mit ihrem Raumtransporter Dragon Versorgungsflüge zur ISS aus. Die US-Raumfahrtbehörde stellte ihr eigenes Shuttle-Programm im Sommer 2011 nach drei Jahrzehnten vor allem aus Kostengründen ein, will aber wieder einsteigen - nicht zuletzt auch, um die derzeitige Abhängigkeit von Russland in der bemannten Raumfahrt zu beenden.