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Science

Fallschirm-Test für Mars-Mission scheitert zum zweiten Mal

Ein Jahr vor Start der Forschungsmission ExoMars ist ein Fallschirm-Test zum zweiten Mal gescheitert. Die Europäische Weltraumagentur ESA teilt mit, dass der Fallschirm, der am 5. August getestet wurde, schon vor seiner Auffaltung beschädigt gewesen sei. Die Testladung kam mithilfe eines kleinen Bremsfallschirms aus der Stratosphäre zu Boden. 

Hauptfallschirme öffnen nicht

Der Rover Rosalind Franklin soll mit einem vierteiligen Fallschirm auf dem Mars landen – zwei davon sind kleine Bremsfallschirme und weitere zwei große Hauptfallschirme. Bereits bei den Testlandungen im Mai waren letztere beschädigt. Weitere Tests sollen bis Anfang nächsten Jahres folgen, wie Heise berichtet.

Die Zeit ist knapp: zwischen 25. Juli und 13. August 2020 soll der Rover Rosalind Franklin zum Mars gelauncht werden. Dort soll er die Oberfläche untersuchen, nachdem er im März 2021 angekommen ist und per Fallschirm auf den Roten Planeten gleitet. „Es ist enttäuschend, dass die Designänderungen nach den ersten Anomalien nicht für einen erfolgreichen Test gereicht haben", sagt Francois Spoto von der ESA.

Absturz wegen Softwarefehler

ExoMars ist die zweite gemeinsame Mission der ESA und der russischen Raumfahrbehörde Roskosmos. Bereits vor drei Jahren sandten sie den Trace Gas Orbiter (TGO) und den Lander Schiaparelli zum Mars, wo letzterer jedoch aufgrund eines Softwarefehlers abstürzte. 

Neben Datenanalysen und möglichen Simulationen, soll im kommenden Monat ein Workshop mit „Experten für Mars-Fallschirme“ stattfinden, der den Teams Aufschlüsse über die derzeitige Lage geben soll. Spoto: „Wir sind entschlossen, ein System fliegen zu lassen, das unsere Ladung sicher zur Oberfläche des Mars bringt."

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