© Mark Stone/University of Washington

Science
07/17/2020

Forscher bauen eine Actioncam für Käfer

Mithilfe der Mini-Kamera wollen Forscher erfahren, wie Käfer auf unterschiedliche Reize in ihrer Umgebung reagieren.

Forscher der University of Washington haben eine "Actioncam" für Käfer gebaut. Die winzigen Kameras, die auf dem Rücken von Käfern abgebracht werden, lassen sich bis zu 60 Grad schwenken und können 1 bis 5 Bilder pro Sekunde streamen.

Das System soll künftig für biologische Forschungsprojekte eingesetzt werden, sodass der Mensch „neue Umgebungen erkunden“ kann, wie das Forscherteam sagt.

Leichtgewicht

Mit der „GoPro für Käfer“ - wie sie die Forscher auch nennen – sollen 2 Spezies ausgestattet werden: der blaue Todeskäfer und der Pinacate Käfer, auch als „Stinkkäfer“ bekannt. Die können bis zu einem halben Gramm Gewicht tragen. Die Schwarz-Weiß-Kamera wiegt nur ein Viertel Gramm.

Sie wird über einen mechanischen Arm und per geringer elektrischer Spannung geschwenkt. In seiner neuen Position kann der Arm laut Engadget eine Minute lang bleiben, bevor er wieder in seine Ursprungsposition zurückkehrt. So bleibt der Energieverbrauch äußerst gering. In das System integriert ist zudem ein Beschleunigungsmesser, der nur dann misst, wenn sich der Käfer bewegt.

Roboter bleibt stehen

Den Insekten soll kein Schaden zugefügt worden sein. Sie sollen nach dem Experiment noch ein weiteres Jahr gelebt haben. Die Forscher hoffen, mithilfe der Entwicklung mehr über die Insekten zu lernen. Unter anderem wollen sie herausfinden, wie ein Käfer auf diverse Stimuli in seiner Umgebung reagiert.

Die Forscher haben die Technologie auch für die Entwicklung des „weltweit kleinsten“ Roboter genutzt, wie sie ihn getauft haben. Er bewegt sich durch Vibrationen fort und verbraucht etwa die gleiche Menge an Strom wie ein Low-Energy Bluetooth-Radio. Damit die Kamera nicht ruckelt, haben die Forscher den Roboter so gebaut, dass er vor jedem Schnappschuss stehenbleibt.

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