Iceland's Fagradalsfjall volcano bursts with lava

© Sigurjon Jonsson/via REUTERS / Prof. Sigurjon Jonsson, KAUST

Science

Mysteriös: Gewaltige globale Naturkatastrophen kommen regelmäßig

Gewaltige geologische Aktivitäten waren in der Vergangenheit mehrfach für ein Artensterben auf der Erde verantwortlich. Wann diese Ereignisse auftreten, scheint zufällig.

„Viele Geolog*innen glauben, dass diese Ereignisse zufällig auftreten. Aber unsere Studie liefert den statistischen Beweis für einen Zyklus, was nahe legt, dass diese Ereignisse in einer Beziehung zueinander stehen“, sagt Michael Rampino, Geologe an der Universität von New York und Leiter der Studie. Die Studie wurde in GeoScience Frontiers veröffentlicht.

89 geologische Ereignisse analysiert

Techniken zum Bestimmen vom Alter von Gestein und Segmentschichten werden immer präziser. Anhand der neuesten Daten hat Rampino mit seinen Kolleg*innen die vergangenen 260 Millionen Jahre analysiert.

Das Team hat dazu 89 geogische Ereignisse in diesem Zeitraum untersucht. Dazu gehören globale Ereignisse, die zu Artensterben an Land und im Meer führten. Diese beinhalten gewaltige Vulkan-Ausbrüche, Ereignisse, bei denen Ozeane keinen Sauerstoff mehr enthielten, Schwankungen im Meeresspiegel und die Neuausrichtungen der tektonischen Platten.

Alle 27,5 Millionen Jahre gibt es einen Puls

Sie fanden heraus, dass diese globalen Ereignisse zeitlich auf 10 Cluster aufgeteilt waren. Solche „Pulse“ mit geologischer Aktivität würden demnach alle 27,5 Millionen Jahre auftreten. Der letzte Puls war vor etwa 7 Millionen Jahren. Der Nächste kommt demnach in etwas mehr als 20 Millionen Jahren.

Was genau diese Pulse auslöst, ist nicht bekannt. Die Forscher*innen spekulieren, dass es mit den geophysikalischen Prozessen in der Erde zusammenhängen könnte, die auch für Plattenbewegungen verantwortlich sind. Es könnte auch mit der Position der Erde im Orbit um die Sonne zu tun haben, der sich möglicherweise alle 27,5 Millionen Jahre etwas verschiebt.

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