Bisher grassieren fast nur Influenza A-Stämme - die Impfung schützt

© APA - Austria Presse Agentur

Science
06/15/2020

Hohe Nachfrage nach Grippeimpfung wegen Corona

Zahlreiche Staaten wollen sich mit Grippeimpfungen auf eine zweite Corona-Welle vorbereiten.

Wissenschaftler halten eine zweite Corona-Welle für sehr wahrscheinlich. Daher verfolgen viele Länder die Strategie, ihr mit Grippeimpfungen indirekt entgegenzuwirken. Der Plan ist, eine weitreichende Immunität gegen Grippe zu erreichen, damit die Zahl der hospitalisierten Influenza-Erkrankten im Winter niedrig bleibt und dadurch Kapazitäten für mögliche Corona-Patienten frei bleiben. Die Nachfrage nach den Vakzinen steigt enorm.  

Laut dem Vakzine-Hersteller Sanofi haben Großbritannien und andere Länder bereits angekündigt, ihre Bestellungen zu den Grippeimpfungen zu erhöhen, berichtet The Guardian. Die rechtzeitige Lieferung der Massenbestellungen sei allerdings schwierig einzuhalten, heißt es seitens des Unternehmens.

Große Herausforderung

„Wir wurden von Ländern auf der Nordhalbkugel, darunter Großbritannien, über die Möglichkeit gefragt, sie mit zusätzlichen Grippeimpfungen auszustatten“, sagt ein Sanofi-Sprecher. Dies sei eine Herausforderung. Zwar würde das Unternehmen um 20 Prozent mehr Grippeimpfungen herstellen, als in den vergangenen zwei Jahren, die weltweite Nachfrage würde das Angebot jedoch übersteigen.

Experten raten jetzt zur Grippeschutzimpfung

Laut dem britischen Gesundheitsministerium sei das Grippeimpf-Programm für die Vorbereitung auf den Winter wesentlich. Für jene, die besonders gefährdet sind – also Personen über 65 Jahren, Schwangere, Menschen im Gesundheitswesen oder Grundschulkinder – sei die Impfungen aber bereits frei verfügbar.

"Fünf vor zwölf"

Auch Österreich bereitet sich auf eine mögliche zweite Corona-Phase und eine gleichzeitig auftretende Influenzawelle vor. Ziel ist es ebenso, das Gesundheitssystem soweit wie möglich zu entlasten. Für die Beschaffung der zusätzlichen Vakzine sei es aber „bereits fünf vor zwölf“, sagte Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferats der Österreichischen Ärztekammer, Ende Mai.

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